Rücklage-Verpflichtung nach § 261 SBG V

Rücklage sichert die finanzielle Stabilität der Krankenkasse

Die gesetzlichen Krankenkassen bilden eine Rücklage, die ihre finanzielle Leistungsfähigkeit sicherstellen soll. Einnahme- und Ausgabeschwankungen können so ausgeglichen werden, ohne das die Krankenkasse in eine Schieflage gerät.

Die Mindesthöhe der Rücklage wird durch die Satzung der Krankenkasse bestimmt. Die Rücklage soll mindestens 25 Prozent, höchstens 100 Prozent einer Monatsausgabe betragen. Grundsätzlich gilt: Je höher der Prozentsatz der in der Satzung festgeschriebenen Rücklage, umso finanzstärker ist die Krankenkasse aufgestellt. Werden die vorgeschriebenen Grenzen unterschritten, ist eine baldige Erhöhung des Zusatzbeitrags der Krankenkasse wahrscheinlich.

Da Krankenkassen auch zur Überbrückung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen keine Kredite aufnehmen können, hat eine taggenaue Berechnung der Kapitalflüsse und das Vorhalten entsprechender Reserven eine herausragende Bedeutung. Krankenkassen sind Körperschaften öffentlichen Rechts und wirtschaften deshalb anders als private Versicherungsgesellschaften. Sie dürfen keine Gewinne machen und kein Vermögen anhäufen. Eingenommen Mittel werden direkt wieder für die Versicherten eingesetzt.

Um Ausgabeschwankungen abzufangen, kann eine Krankenkasse Mittel aus der Rücklage den Betriebsmitteln hinzufügen. Die Rücklage ist als kurzfristiges Mittel zur Absicherung von finanziellen Risiken zu verstehen. Nachdem Sie in Anspruch genommen, muss sie zügig wieder aufgebaut werden.

Datengrundlage ist die Pflichtveröffentlichung der Jahresrechnungsergebnisse der Krankenkassen nach § 305 b SGB V. Die letzte Veröffentlichung erfolgte im November 2021 für das Jahr 2020.

RÜCKLAGE NACH § 261 SBG V

Krankenkasse Rücklage
BKK Freudenberg 100 %
AOK Bremen/Bremerhaven 100 %
TUI BKK 100 %
BKK EUREGIO 100 %
AOK PLUS 100 %
Debeka BKK 100 %
BKK Public 100 %
BKK Faber-Castell & Partner 100 %
BKK SBH 100 %
Heimat Krankenkasse 75 %
BKK VDN 60 %
BKK Scheufelen 50 %
BKK Linde 50 %
bkk melitta hmr 50 %
WMF BKK 50 %
BKK Technoform 50 %
BKK VBU 50 %
BKK Werra-Meissner 50 %
HEK - Hanseatische Krankenkasse 50 %
Salus BKK 50 %
SKD BKK 50 %
BKK VerbundPlus 50 %
BKK Textilgruppe Hof 50 %
BKK firmus 50 %
AOK Hessen 50 %
AOK Sachsen-Anhalt 50 %
BKK Diakonie 50 %
AOK Nordost 50 %
Bertelsmann BKK 40 %
AOK Nordwest 35 %
BKK DürkoppAdler 35 %
BKK ProVita 33 %
mhplus Krankenkasse 30 %
energie-BKK 25 %
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland 25 %
Mobil Krankenkasse 25 %
IKK classic 25 %
KNAPPSCHAFT 25 %
Bosch BKK 25 %
SECURVITA Krankenkasse 25 %
AOK Niedersachsen 25 %
Continentale BKK 25 %
AOK Rheinland/Hamburg 25 %
BKK24 25 %
AOK Bayern 25 %
BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER 25 %
BKK HERKULES 25 %
BKK PFAFF 25 %
BKK Pfalz 25 %
BKK Akzo Nobel Bayern 25 %
BIG direkt gesund 25 %
BKK ZF & Partner 25 %
AOK Baden-Württemberg 25 %
Audi BKK 25 %
BKK WIRTSCHAFT & FINANZEN 25 %
BAHN-BKK 25 %
IKK Brandenburg und Berlin 20 %
vivida bkk 20 %
VIACTIV Krankenkasse 20 %
Techniker Krankenkasse (TK) 20 %
DAK Gesundheit 20 %
BKK exklusiv 20 %
SBK 20 %
pronova BKK 20 %
IKK - Die Innovationskasse 20 %
Novitas BKK 20 %
BARMER 20 %
BERGISCHE Krankenkasse 20 %
hkk Krankenkasse 20 %
IKK Südwest 20 %
IKK gesund plus 20 %
KKH Kaufmännische Krankenkasse 20 %