Meningokokken-Reiseimpfung

Diese Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Meningokokken-Reiseimpfung

Meningokokken-Reiseimpfungen sind bei Reisen in viele afrikanische Länder aber einige Länder in Asien sinnvoll. Bei Pilgerreisen nach Mekka sind sie vorgeschrieben. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten. Im besten Fall zahlt eine Krankenkasse für Arzt und Impfstoff. 

Die Meningokokken-Erstimpfung ist Teil des Leistungskatalogs der Krankenkassen. Die Kosten werden vollständig übernommen. Da es aber verschiedene Meningokokken-Serotypen gibt, kann dennoch eine Meningokokken-Reiseschutzimpfung sinnvoll sein. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt, welche Krankenkasse die Kosten tragen.

Bei Meningokokken handelt es sich um bakterielle Erreger, die eine Hirnhautentzündung (Meningokokkenmeningitis) auslösen können. Meist werden Meningokokken von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion übertragen. Die durch Meningokokken ausgelösten Erkrankungen sind im Gegensatz zu viralen Erkrankungen mit Antibiotika therapierbar. Eine vorbeugende Meningokokken-Impfung ist dennoch ratsam, da eine Meningokokkenmeningitis eine sehr schwere Erkrankung darstellt.

Die Symptome einer Meningokokkenmeningitis beginnen zwei bis zehn Tage (meist drei bis vier Tage) nach der Infektion. Das Kardinalsymptom einer jeden Meningitis ist die Nackensteifigkeit, weitere Symptome sind Fieber und Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen, Muskelschmerzen, Krämpfe und Bewusstseinsstörungen.

Leichte Verläufe und Spontanheilungen sind möglich, schwere Verläufe zeigen sich durch punktförmige Hauteinblutungen, Sepsis und Kreislaufkollaps. Oftmals tritt in diesen Fällen schon innerhalb weniger Stunden der Tod ein. Wird der schwere Verlauf überlebt, kann die Amputation von Gliedmaßen erforderlich werden.

Meningokokken kommen weltweit vor, allerdings treten sie je nach Land oder Region in verschiedenen Serotypen (A, B, C, E , H, I, K, L, W , X, Y und Z.) auf. Dank der konsequenten Meningokokken-Impfung von Kleinkindern in Deutschland, sind Meningokokken hierzulande nicht mehr allzu stark verbreitet. Häufig werden Meningokokken aus dem europäischen Ausland eingeschleppt, aber auch nach Reisen aus Afrika, Indien und Nepal. Eine Reiseschutzimpfung gegen Meningokokken ist daher angeraten.

Nebenwirkungen der Impfung gegen Meningokokken können Reaktionen an der Einstichstelle, wie Rötung, Schwellung, Hämatome oder Verhärtungen sein. Auch können nach der Impfung Fieber, Schüttelfrost, Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. Sehr selten kommt es zu Muskelkrämpfen, Sehstörungen, Schwindel und Ohnmacht. Bei Überempfindlichkeit gegen Inhaltsstoffe des Impfstoffs darf nicht geimpft werden.

Die folgende Tabelle führt die Krankenkassen auf, die nach eigenen Angaben die Kosten für eine Meningokokken-Reiseimpfung übernehmen. Die Sortierung entspricht der im Bereich "Reiseimpfungen und Reisemedizin" im Krankenkassen-Vergleichsrechner erreichten Punktzahl.

Meningokokken-Reiseimpfung: Kostenübernahme durch die Krankenkasse

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Satzungsleistungen können jederzeit Änderungen unterliegen. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, bevor Sie Leistungen in Anspruch nehmen. Die Satzung Ihrer Krankenkasse finden Sie im Krankenkassen-Profil. Dieser Link führt zur Liste der 58 am Vergleich teilnehmenden Krankenkassen. 34 von 35 bundesweit geöffneten Krankenkassen beiteiligen sich. 24 von 38 regionalen Krankenkassen sind dabei.