Homöopathie

Den ganzen Menschen betrachten

Die Homöopathie wird vom Gesetzgeber als „besondere Therapierichtung" ausdrücklich zugelassen - was nicht bedeutet, dass Versicherte grundsätzlich Anspruch auf homöopathische Behandlung hätten. Gleichwohl zeigen sich viele Krankenkassen der Homöopathie gegenüber offen.

Bei der homöopathischen Behandlung wird der Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet. Krankheiten werden nicht als isoliertes Ereignis verstanden, sondern als Ergebnis von körperlichen und geistigen Einflüssen auf den Kranken.

Insofern steht ein längeres Gespräch, die Erstanamnese, am Beginn einer homöopathischen Behandlung. Bei der Auswahl von Medikamenten setzen Homöopathen auf den Grundsatz der Ähnlichkeit: es wird ein Mittel verabreicht, das dem Krankheitserreger ähnlich ist. Nach Überzeugung der Homöopathen wird dadurch ein Behandlungserfolg sichergestellt.

Seit einigen Jahren schließt der Deutsche Zentralverein Homöopathischer Ärzte mit Krankenkassen Sonderverträge zur Integrierten Versorgung mit klassischer Homöopathie. Über 60 Kassen nutzen bereits diesen Weg, ihren Versicherten Homöopathie anzubieten.

Die Homöopathie, wie sie heutzutage angewendet wird, geht bis auf die Lehren von Samuel Hahnemann von 1796 zurück. Bis heute geht man bei dieser alternativen Therapiemethode davon aus, dass Ähnliches etwas Ähnliches heilen kann. Der Kranke soll zu seiner Heilung einen Stoff verabreicht bekommen, der bei einem gesunden Menschen die gleichen Symptome hervorrufen würde, wie sie bei dem Erkrankten vorliegen.

Grundsätzlich ist es möglich, homöopathische Arzneimittel rezeptfrei zu erhalten. Je nach Krankheitsbild kann es aber durchaus nötig werden, einen ausgebildeten und geprüften Therapeuten zu Rate zu ziehen. Schließlich kann eine falsche Anwendung der Mittel die Lage theoretisch sogar verschlechtern. Die Arzneimittel werden durch Potenzierung hergestellt. Dabei geht man davon aus, dass eine höhere Potenzierung, also Verdünnung, die Wirkung des Mittels sogar verstärken könnte.

Gerade für Kinder und Jugendliche, die ja noch nicht so viel Medikamente einnehmen sollten, ist diese Art der Behandlung hervorragend geeignet. Schließlich wird der Körper nicht durch Chemie belastet und die Arznei kann relativ gering dosiert verabreicht werden. Gerade im Bereich der Wundheilung bietet sich die Homöopathie an, da sie ohne Nebenwirkungen auskommt und schnell zu einer Verbesserung der Lage führt.

Diese Krankenkassen übernehmen die Homöopathe-Kosten ganz oder teilweise: Kreuzen Sie in der folgenden Tabelle "Homöopathie" an und klicken auf "Suche starten". Sie sehen dann, welche Krankenkassen zahlen.

Alternative Heilmethoden (ambulant)