HPV-Impfung schützt Frauen vor Gebärmutterhalskrebs

Humane Papillomviren (HPV) gelten als Auslöser

Humane Papillomviren (HPV) gelten als Auslöser von Gebärmutterhalskrebs. Seit 2006 gibt es eine Impfung gegen die HPV-Varianten, die am häufigsten für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Da jedoch auch andere Arten des HPV Krebs auslösen können, bietet die Impfung keinen vollständigen Schutz gegen die Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs. Jedes Jahr erkranken etwa 5.000 Frauen in Deutschland an Gebärmutterhalskrebs, bei rund 1.500 Patientinnen endet die Erkrankung tödlich. Studien belegen, dass auch andere Krebsarten mit HPV im Zusammenhang stehen sollen.

Da HPV beim ersten Sexualverkehr bereits übertragen werden kann, empfiehlt die ständige Impfkommission eine Impfung bei Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren. Die Impfung kann jedoch auch im höheren Alter noch nachgeholt werden. Die Kosten für Impfungen von Mädchen bis zum 17. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen. Manche Krankenkassen bieten die volle Kostenübernahme oder eine Beteiligung an den Kosten über diese Altersgrenze hinaus. Seit 2013 wird ebenfalls die Impfung von Jungen gegen HPV empfohlen. Seitdem erstatten einige Krankenkassen auch in diesen Fällen die Kosten für die Impfung.

Der Impfstoff wird in zwei, ab dem 15. Lebensjahr in drei Einzelimpfungen verabreicht. Da die Impfung keinen hundertprozentigen Schutz bietet, sollten Frauen auch weiterhin Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt in Anspruch nehmen.

Neben Gebärmutterhalskrebs senkt die HPV-Impfung das Risiko von weiteren Krankheiten wie Genitalwarzen. Nach der Impfung geht man bisher von einem sicheren Schutz über 7 Jahre aus. Ob eine spätere Auffrischung der Impfung später erforderlich ist, kann bisher noch nicht abschließend beantwortet werden. Bisherige Daten lassen jedoch vermuten, dass der Impfschutz auch über den Zeitraum von 7 Jahren gegeben ist.

Welche Krankenkassen die Kosten für eine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs übernehmen, erfahren Sie hier. Wählen Sie „Impfung Gebärmutterhalskrebs (HPV)“ aus und Sie erhalten eine Übersicht der Krankenkassen, die die HPV-Impfung übernehmen.

Vorsorge beim Arzt