Reiseschutzimpfungen: Kostenübernahme durch die Krankenkassen

Impfungen gegen FSME, Hepatitis A und B, Poliomyelitis, Tollwut, Cholera, Gelbfieber, Jap. Enzephalitis, Meningokokken-Meningitis, Typhus und Malaria

Ob Pauschalreise zum Mittelmeer oder eine Expedition in die Anden, Infektionsrisiken gibt es überall. Ungeimpfte Patienten kommen oft mit schweren Infektionen zurück und verursachen Folgekosten, die weit über den Kosten der vorbeugenden Impfung liegen. Dennoch gehören Reiseimpfungen nicht zu den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen der Krankenkassen. Sie sind Leistungen, deren Kosten die Krankenkassen freiwillig übernehmen.

Viele gesetzliche Krankenkassen haben bereits Reiseimpfungen in ihren Leistungskatalog aufgenommen. Solche Reiseimpfungen gehören zu freiwilligen Leistungen der Kassen - eine gesetzliche Verpflichtung zur Kostenübernahme besteht nicht.

Auslands-Impfschutzberatung: Bei den meisten Krankenkassen können sich die Versicherten vorab über die notwendigen Impfungen in ihrem Reiseland beraten lassen. Die Hälfte dieser Krankenkassen bieten diese Auslands-Impfschutzberatung per Hotline an. Die Impfberatung sollte rund sechs Wochen vor Abreise in Anspruch genommen werden, da bei manchen Impfungen wie gegen Japanische Enzephalitis und Hepatitis B mehrere Injektionen verabreicht werden müssen, und der Impfstoff Zeit braucht um seine Wirkung zu entfalten.

Hinweise darauf, in welchem Land welche Infektionsrisiken herrschen, bieten die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes. Neben medizinischen Tipps, gibt es dort auch Infos zu der Sicherheitslage und zu den Zollvorschriften. Für genauere Informationen und eine reisemedizinische Beratung empfiehlt sich ein Besuch beim Facharzt oder einem Tropeninstitut. Interessante Reisehinweise bietet auch das Centrum für Reisemedizin.

 Zu den von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch Institut empfohlenen Impfungen gehören: Cholera, FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), Gelbfieber, Hepatits A und B, Meningokokken-Meningitis, Tollwut und Typhus. Jedoch gilt: Nicht jede Krankenkasse bietet dieselben Leistungen. In der Regel zahlt der Patient zunächst den Impfstoff und die Behandlung durch den Arzt, und rechnet diese später mit der Krankenkasse ab. Die Erstattungsregeln können sich jedoch zwischen den einzelnen Krankenkassen unterscheiden.

Unsere Tabelle ist sorgfältig recherchiert, dient aber nur zur ersten Information. Angesichts der Vielzahl der denkbaren Impfungen und der häufigen Änderungen im Katalog der Satzungsleistungen der Krankenkassen, sollten sich Versicherte in jedem Fall vor der Impfung an ihre Krankenkasse wenden, um die Abrechnungsfragen zu besprechen.

Im Leistungsprofil Ihrer Krankenkasse auf krankenkassen.de können Sie im Bereich "Reisemedizinische Angebote" nachlesen, ob welche Impfungen Ihre Krankenkasse übernimmt und wie hoch die Kostenbeteiligung ausfällt.