PH-Selbsttest für Frauen

Vorsorgeuntersuchung zur Vermeidung von Frühgeburten

Durch einen pH-Selbsttest können schwangere Frauen den pH-Wert in der Scheide messen und frühzeitig zu erkennen, ob die Gefahr einer bakterielle Vaginose (BV) besteht. Wissenschaftler vermuten, dass diese die wahrscheinlich wichtigste vermeidbare Ursache für eine Frühgeburt ist.

Dafür wurde ein spezieller Testhandschuh entwickelt, auf dem sich ein Indikatorstreifen befindet. Wird der Handschuh 2 bis 3 cm tief in die Scheide eingeführt, verändert sich durch den Kontakt mit dem Vaginalsekret die Farbe des Teststreifens. Anhand einer Farbskala können die Schwangeren ablesen, ob der gemessene Wert im Normbereich (zwischen 4,0 und 4,4) liegt. Bei darüber liegenden Werten sollen die Frauen sofort ihren Frauenarzt aufsuchen, um gegebenenfalls eine weitere Behandlung einzuleiten. Der pH-Selbsttest misst den pH-Wert, der in der Regel zwischen 4,0 und 4,4 liegen sollte. Ist er höher, besteht das Risiko einer Infektion, die, wenn sie aufsteigt, für frühzeitige Wehen oder sogar das Platzen der Fruchtblase sorgen könnte.

Man kann daher davon ausgehen, dass ein regelmäßig durchgeführter PH-Selbsttest das Risiko einer Frühgeburt deutlich senken kann. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die werdende Mutter beim Anstieg des pH-Werts auch direkt ihren Frauenarzt aufsucht und die Ursache des Anstiegs abklären lässt. Eine schnelle Gegenmaßnahme ist die Voraussetzung dafür, dass die Frühgeburt verhindert werden kann. Auch bei einem positiven Selbsttest wird der Arzt jedoch auch nochmal zusätzlich einen Test durchführen. Schließlich sind die Selbsttests vor Fehlern nicht geschützt. Der Frauenarzt kann gegebenenfalls zusätzliche Untersuchungen durchführen oder anordnen.

Mediziner halten den pH-Selbsttest zwar für sinnvoll, warnen aber auch vor übertriebener Panikmache. Sie empfehlen den Test grundsätzlich in erster Linie Frauen, die bereits eine Frühgeburt hinter sich haben und eine erneute Frühgeburt verhindern möchten. Besorgte Frauen können den Test dennoch durchführen, weil er sowohl für das Ungeborene als auch für die Mutter vollkommen ungefährlich ist und im Gegenteil für Sicherheit sorgt, dass keine Infektion entsteht.

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