Traditionelle Chinesische Medizin

Die Anamnese steht im Mittelpunkt

Die traditionelle chinesische Medizin geht auf Überlieferungen aus der Zeit lange vor Christi Geburt zurück. Noch heute werden die Therapeuten nach strengen überlieferten Richtlinien ausgebildet. Die traditionelle chinesische Medizin unterteilt sich in verschiedene Behandlungsformen, etwa Moxibustion, Akupunktur und Arzneimedizin.

Der Fokus in der traditionellen chinesischen Medizin liegt allerdings auf der Anamnese. Schließlich geht man in dieser Tradition davon aus, dass nicht allein der Körper, sondern auch die Lebensweise und die verschiedenen Umwelt- und Umgebungseinflüsse verschiedene Krankheiten hervorrufen können. Um nun eine passende Therapie ansetzen zu können, ist es unbedingt nötig, alle beeinflussenden Faktoren zu kennen. Der Therapeut liest auch nicht, wie ein europäischer Arzt, nur die Fehlfunktionen des Körpers aus. Vielfach wird auch die Zunge als Gradmesser verschiedener Störungen und die Iris als weiteres Anzeigeinstrument angesehen.

Eine besondere Rolle nimmt das Qi ein. Der Fluss der Lebensenergie kann demnach gestaut sein oder mangelhaft vorliegen, der Fluss kann gestört oder unregelmäßig sein. Der Körper kann ein Zuviel oder ein Zuwenig von Wärme oder Kälte aufweisen. Kurzgefasst geht es immer um den Ausgleich, die Balance des Menschen. Dies wird über die passenden Methoden erreicht. Sorgt der Patient dann für einen Erhalt dieser Balance, etwa durch eine ausgewogene Ernährung und entsprechende Körperübungen, sinkt die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Erkrankung wesentlich.
Besonders die Akupunktur und die Moxibustion, also die Erwärmung der Akupunkturpunkte, widmet sich speziell den Meridianen und den den Therapiepunkten. Sie haben einen zentralen Einfluss auf die Organe, aber auch auf das Qi.

Zum Beispiel Tuina

Tuina ist eine Massagetechnik und gehört zu den Behandlungsmethoden aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Wie alle Methoden aus der Traditionellen Chinesischen Medizin geht auch Tuina von einem Gleichgewicht von Qi und Blut aus, damit der Mensch gesund bleibt oder wird. Die Energiebänder sorgen für den Transport von Lebensenergie (Qi). Bestehen hier Blockaden, kommt es zu Erkrankungen in den entsprechenden Systemen. Das Behandlungssystem der Tuina ist sehr komplex und besteht insgesamt aus über 300 Einzelgriffen, die in Kombinationen gebracht werden. Es geht um Schieben, Drücken, Kneten, Ziehen, eigenständige Übungen und Mobilisation. Die Bewegungen werden mit Händen, Füßen, Ellenbogen und Knien durchgeführt. Gerade bei stärkeren Beschwerden kann die Behandlung durchaus schmerzhaft ausfallen.

Grundlage für die Festlegung der angewandten Bewegungen und Manipulationen sind Befragungen des Behandlers, die vor und nach der Behandlung stattfinden. Dadurch erfährt der Behandler alles für ihn Wichtige über den Patienten, so dass er dann sein erfolgversprechendes Behandlungskonzept zusammenstellen kann. Mögliche Krankheiten, die behandelt werden, sind: Arterielle Hypertonie, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Verstopfung, Schlafstörungen, Erkrankungen aus dem gynäkologischen Bereich, Gastritis, Asthma, Migräne und kindliche Hyperaktivität.

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Alternative Heilmethoden (ambulant)