Nackenfaltenmessung

Ultraschalluntersuchung zur Feststellung von Fehlbildungen

Bei der Nackenfaltenmessung wird Rahmen einer Ultraschalluntersuchung eine Lymphansammlung im Bereich des Nackens des ungeborenen Kindes gemessen. Ist ein Ödem vergrößert, das zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche auftritt, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit für Fehlbildungen beim Kind.

Mögliche Erkrankungen, deren Wahrscheinlichkeit durch eine Nackenfaltenmessung besser eingeschätzt werden können, sind sogenannte Trisomien, darunter auch das Down-Syndrom. Obwohl die Nackenfaltenmessung oder Nackentransparenzmessung auch zwischen der 11. und der 13. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden kann, hat sich gezeigt, dass die besten Ergebnisse in der 12. Schwangerschaftswoche erzielt werden. Dabei ist es unerheblich, ob der Ultraschall vaginal oder transabdominal (über der Bauchdecke) durchgeführt wird.

Für optimale Ergebnisse der Nackenfaltenmessung sollte das Ungeborene den Bildschirm völlig ausfüllen, die Wirbelsäule sollte unten liegen und der Kopf sollte weder gebeugt noch gestreckt sein. Das Kind wird dann seitlich aufgenommen und in der Folge wird die Lymphansammlung, die sich außerdem nach der 14. Schwangerschaftswoche physiologisch zurückbildet, ausgemessen. Aus diesem Grund kann die Untersuchung nach der 14. Schwangerschaftswoche keine belastbaren Ergebnisse mehr liefern.

Kritiker der Nackenfaltenmessung bemängeln an den Ergebnissen, dass sie keine Sicherheit, sondern lediglich eine Wahrscheinlichkeitsspanne ergibt. Das bedeutet, dass sich nicht selten falsche Ergebnisse einstellen, die die werdenden Eltern unter Umständen unnötig beunruhigen.

Ein weiterer Kritikpunkt sind gelegentlich auftretende fehlerhafte Messungen. Tatsächlich konnte im Rahmen einer Studie in den USA festgestellt werden, dass eine Nackenfaltenmessung durch verschiedene Ärzte an ein und derselben Schwangeren zum gleichen Zeitpunkt unterschiedliche Ergebnisse ergaben. Darüber hinaus stellt sich natürlich auch die Frage, welche Schlüsse man aus einem entsprechenden Ergebnis der Nackenfaltenmessung ziehen würde. Im Zweifelsfall könnte eine fehlerhafte Nackenfaltenmessung dazu führen, dass eine normal verlaufende Schwangerschaft unterbrochen wird, weil eine Fehldiagnose getroffen wurde.

Diese Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Nackenfaltenmessung:
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