Krankenkassenbeitrag: Selbstständige

Möglichkeiten der Beitragsbegrenzung ausschöpfen!

Selbstständige und Arbeitnehmer mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze  (2019: 5062,50 Euro pro Monat) oder Personen können sich unter bestimmten Umständen freiwillig gesetzlich versichern (freiwillige Krankenversicherung). Der Beitrag für die gesetzliche Krankenkasse errechnet sich aus dem jeweiligen Einkommen - das gilt auch für Selbstständige. Dabei gilt eine Höchstgrenze (2019: 4537,50 Euro pro Monat) monatlich, aus dem sich der Krankenkassen-Beitrag errechnet. Auch wenn ein Selbständiger mehr verdient, steigt der Beitrag nicht weiter.

 Durch den Nachweis niedrigerer Einkünfte können Selbstständige ihren Krankenkassen-Beitrag senken. Bestimmte Mindesteinkommensgrenzen dürfen auch bei einem tatsächlich geringeren Einkommen nicht unterschritten werden. Für hauptberuflich Selbstständige ist dies ein Mindesteinkommen von monatlich 1038,33 Euro.

Die gesetzliche Krankenversicherung unterscheidet zwischen Pflichtversicherung und freiwilliger Krankenversicherung. Alle Arbeitnehmer, deren Gehalt 2019 unter der Versicherungspflichtgrenze von 60.750 Euro jährlich (5.062,50 Euro monatlich) liegt, haben die Pflicht, sich gesetzlich zu versichern (Pflichtversicherung). Selbstständige unterliegen dieser Versicherungspflicht nicht, sie versichern sich "freiwillig".

Der Krankenkassen-Beitragssatz beträgt für freiwillig versicherte Selbstständige beläuft sich auf 14,0 Prozent plus Zusatzbeitrag. Der Beitragssatz für hauptberuflich Selbstständige, die einen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld ab der 7. Woche der Arbeitsunfähigkeit gewählt haben, liegt bei 14,6 Prozent. Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag.

BERECHNUNGSBEISPIELE FÜR DEN KRANKENKASSEN-BEITRAG FÜR SELBSTSTÄNDIGE FÜR 2019

VersichertengruppeBeitragssatzBemessungs-grundlage 2019 in EuroKranken-kassen-Beitrag in EuroPflege-kassen-Beitrag in EuroGesamt-beitrag in Euro
SELBSTSTÄNDIGE MIT
EINKOMMEN  ÜBER
4537,50 EURO MONATLICH
     
Höchstbetrag ohne Krankengeld-Anspruch14 %
+ Zusatzbeitrag
4.537,50635,25138,39773,64
+
Zusatz-beitrag
Beispielrechnung bei Zusatzbeitrag von 0,9 %14,9 %4.537,50676,09138,39814,48
Höchstbetrag mit Krankengeld-Anspruch

14,6 %
+
Zusatzbeitrag

4.537,50662,48138,39800,87
+
Zusatz-beitrag
Beispielrechnung bei Zusatzbeitrag von 0,9 %15,5 %4.537,50703,31138,09841,40
      
SELBSTSTÄNDIGE MINDESTBEITRAG     
Bei entsprechendem Einkommensnachweis: Selbstständige ohne Krankengeld-Anspruch14 %
+ Zusatzbeitrag
1038,33145,3731,67177,04
+
Zusatz-beitrag
Beispielrechnung bei Zusatzbeitrag von 0,9 %14,9 %1038,33154,7131,67186,38
Bei entsprechendem Einkommensnachweis: Selbstständige mit Krankengeld-Anspruch14,60 %
+
Zusatzbeitrag
1038,33151,6031,67

183,27
+
Zusatz-beitrag

Beispielrechnung bei Zusatzbeitrag von 0,9 %15,5 %1038,33160,9431,67192,61
      
Sonstige Personen ohne Einkommen14 %
+ Zusatzbeitrag
1038,33145,3731,67177,04
+ Zusatz-beitrag
Beispielrechnung bei Zusatzbeitrag von 0,9 %14,9 %1038,33154,7131,67186,38
      
Höchstbetrag für Ehegatteneinstufung14 %
+
Zusatzbeitrag
2268,75317,6369,20386,83
+ Zusatz-beitrag
Beispielrechnung bei Zusatzbeitrag von 1,1 %15,1 %2268,75338,0469,20407,24

Anmerkung: Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung ab 2019 beträgt 3,05%. Kinderlose Mitglieder, die das 23. Lebensjahr überschritten haben zahlen einen Zuschlag von 0,25%.

Besonders interessant ist die Regelung für gering verdienende Selbstständige. Im Normalfall geht die gesetzliche Krankenversicherung davon aus, dass ein Selbstständiger gut verdient. Deshalb wird er automatisch zum Höchstsatz in der gesetzlichen Krankenkasse eingestuft.  Wenn ein freiwillig versichertes Krankenkassen-Mitglied nichts oder nur sehr wenig verdient, wird die Krankenkasse ein fiktives Mindesteinkommen für die Beitragsberechnung ansetzen. 

Nicht nur für hauptberuflich Selbstständige gibt es einheitliche Regeln für die Beitragsbemessung. Das 52 Seiten starke Dokument des Spitzenverbands der Krankenkassen regelt auch die Beitragsbemessung für freiwillig versicherte Arbeitnehmer, Beamte, Richter, Soldaten, Rentner und sonstige Personen, die sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichern.

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