Saisonarbeitnehmer

Jährlich unterstützen über 275.000 Saisonarbeiter Landwirtschaft und Gastronomie

Saisonarbeitnehmer sind für die Landwirtschaft in Deutschland unverzichtbar. Jährlich kommen etwa 275.000 Menschen, um vorübergehend auf Feldern und in Gewächshäusern Spargel zu stechen oder Obst und Gemüse zu ernten. Saisonarbeit-Jobs gibt es in den Branchen: Landwirtschaft,  Forstwirtschaft, Gartenbau und Gastronomie.

Die Beschäftigung darf nicht länger sein als 3 Monate am Stück andauern oder insgesamt mehr als 70 Arbeitstage pro Kalenderjahr umfassen. Diese Kurzfristigkeit ist das entscheidende Merkmal der Saisonarbeit. Wird eine Saisonarbeitskraft im Rahmen einer kurzfristigen Beschäftigung eingestellt, ist diese Tätigkeit unter Umständen in Deutschland versicherungs- und auch beitragsfrei. Der Arbeitgeber muss dies prüfen.

Gilt für den Arbeitnehmer deutsches Recht und besteht eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, meldet ihn der Arbeitgeber bei einer wählbaren Krankenkasse an und setzt bei der Anmeldung das Kennzeichen für Saisonarbeitnehmer („J“ im Feld „KENNZ-Saisonarbeitnehmer“). Für geringfügig beschäftigte Saisonkräfte ist eine Anmeldung bei der Minijob-Zentrale erforderlich.

Seit dem 1. Januar 2022 gilt die Meldepflicht zum Krankenversicherungsstatus für Arbeitgeber von kurzfristig Beschäftigten, um sicherzustellen, dass diese auch tatsächlich krankenversichert sind. Für Meldezeiträume ab dem 1. Januar 2022 müssen Arbeitgeber für kurzfristige Beschäftigungen bei der Anmeldung angeben, ob der Beschäftigte gesetzlich krankenversichert oder privat krankenversichert ist.

In Deutschland gilt ein gesetzlicher Mindestlohn für alle Arbeitnehmer. Nach dem Mindestlohngesetz sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, Unterlagen über die Arbeitsleistung zu den Entgeltunterlagen zu nehmen. Hierbei muss der Arbeitgeber den Beginn, das Ende und die Dauer der täglichen Arbeitszeit dokumentieren.