Grippesaison endet mit 258 Toten - neuer Höchststand
258 Menschen starben in Sachsen an Grippe - das ist ein neuer
Höchststand. Gesundheitsministerin Köpping warnt: «Influenza ist
keine harmlose Erkrankung.»
Dresden (dpa/sn) - Trotz vergleichsweise geringer Fallzahlen sind in
der aktuellen Saison in Sachsen so viele Menschen an Grippe gestorben
wie nie zuvor. Bei 258 Patienten wurde Influenza als Todesursache
nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Damit ist der
bisherige Höchststand von 202 Todesfällen aus der Vorsaison
übertroffen.
Deutlich weniger Fälle als in Saison 2024/2025
Von Ende September 2025 bis Ende April 2026 erkrankten 28.550
Menschen an dem Virus, das waren fast 16.000 weniger als in der
Saison 2024/2025 mit einer sehr stark ausgeprägten Influenzawelle.
Die Fallzahl erreichte wieder das Niveau der beiden vorherigen
Saisons.
Unter den Toten war auch ein dreijähriges Kind, das durch
Vorerkrankungen belastet war. In den restlichen Fällen waren die
Patienten zwischen 44 und 101 Jahre alt. Der Altersmedian der
Verstorbenen lag bei 86 Jahren.
Mehr Tests und geringe Impfquote als Ursache
Ein Grund für den Anstieg der Influenza-Todesfälle könnte laut
Ministerium sein, dass durch leichtere und bessere Verfügbarkeit von
Tests mehr Fälle entdeckt wurden. Zudem gilt die sinkende Impfquote
besonders bei Kontaktpersonen vulnerabler Menschen als Ursache. Das
Virus selbst war den Angaben nach in dieser Saison kein Grund für
schwerere Krankheitsverläufe. Die zirkulierenden Virustypen hatten
keine erhöhte Virulenz - waren also nicht fähiger, schwere
Infektionen hervorzurufen, als in den Vorjahren.
Köpping: «Keine harmlose Erkrankung»
«Die Influenza-Saison 2025/2026 mit der hohen Zahl gemeldeter
Todesfälle unterstreicht erneut, dass die Influenza keine harmlose
Erkrankung ist und man sich und damit auch Andere durch eine Impfung
schützen sollte», sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD)
laut Mitteilung.
Sowohl die Durchimmunisierungsraten als auch die Anzahl der
Influenza-Impfungen sei in Sachsen in den letzten Jahren jedoch
stetig gesunken. Dafür könne es verschiedene Gründe geben - vom
simplen Versäumnis bis hin zur generellen Impfskepsis. Köpping
empfahl, sich bei einem Hausarzt beraten zu lassen.
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