Betrugsverdacht bei Medizinprodukten - Durchsuchungen

Ermittler durchsuchen Wohnungen, Apotheken und ein Unternehmen in
Osthessen wegen überhöhter Preise für Medizinprodukte. Ihr Verdacht:

millionenschwerer Betrug.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Wegen des Verdachts auf Betrug mit überhöhten
Preisen für Medizinprodukte hat die Polizei mehrere Wohnungen,
Apotheken und ein Großhandelsunternehmen in Osthessen durchsucht.
Einem 44-jährigen Apothekenbetreiber und einer 42-jährigen Kauffrau
wird vorgeworfen, über mehrere Jahre hinweg verschiedene gesetzliche
Krankenkassen «im erheblichen Umfang» betrogen zu haben, wie die
Staatsanwaltschaft Fulda und das Hessische Landeskriminalamt (HLKA)
mitteilten.

Dazu seien «unzählige Medizinprodukte über unlautere Rechnungswege zu

unrechtmäßig höheren als den vertragsgemäßen Preisen» mit den
betroffenen Krankenversicherungen abgerechnet worden. Die Ermittler
gehen von einem hohen einstelligen Millionenschaden aus. Bei den
Durchsuchungen in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg wurden
den Angaben zufolge zahlreiche schriftliche und digitale Unterlagen
sichergestellt, die den Betrugsverdacht erhärten.

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