Mehr Methamphetamin-Fälle - Suchthilfe warnt vor Folgen

Alkohol bleibt Hauptursache für Suchtbehandlungen in Sachsen. Der
aktuelle Bericht zeigt aber auch steigende Behandlungszahlen nach
Methamphetamin-Konsum.

Dresden (dpa/sn) - Der Anstieg von Behandlungen wegen des Konsums von
Methamphetaminen wie Crystal Meth bereitet der Sächsischen Suchthilfe
Sorge. Im Vorjahr stiegen die stationären Behandlungszahlen im
Vergleich zu 2024 um 17 Prozent an, wie aus dem Suchtbericht 2025
hervorgeht. Demnach liegt der Konsum von Methamphetamin in Sachsen
weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt. 

Der Großteil der Ratsuchenden kommt bereits mit einer
Abhängigkeitserkrankung in die Beratung, wie es hieß. Die
gesundheitlichen Folgeschäden des Nervensystems oder der Entwicklung
einer Schizophrenie durch jahrelangen Konsum seien alarmierend. Die
Bemühungen, den Konsum von Crystal Meth in Sachsen einzudämmen,
frühzeitig zu informieren und von Konsum Betroffene zu unterstützen,
dürften nicht nachlassen.

Alkohol dominiert weiterhin die Suchtstatistik

Nach wie vor ist laut dem Bericht aber Alkohol die Ursache für die
meisten Behandlungen. 70 Prozent der stationären Fälle und jede
zweite ambulante Beratung stehen im Zusammenhang mit
Alkoholproblemen. Mit rund 25 alkoholbedingten Sterbefällen pro
100.000 Einwohner belegt Sachsen im bundesweiten Vergleich den 3.
Platz.

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