Schweinepest zurück in Sachsen - Nachweis bei Görlitz
Mehr als ein Jahr liegt der letzte Fall zurück, nun muss die
Seuchenbekämpfung wieder beginnen: Das Virus wird bei einem
Wildschwein gefunden.
Dresden (dpa/sn) - In Sachsen ist erneut die Afrikanische
Schweinepest (ASP) ausgebrochen. Am Dienstag wurde bei einem toten
Wildschwein in den Königshainer Bergen bei Görlitz das ASP-Virus
nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Es handelt
sich demnach um ein männliches Tier im Alter von etwa zwei Jahren. Ob
das Virus neu nach Sachsen eingetragen wurde oder sich bisher
unentdeckt vor Ort weiterverbreitete, wird den Angaben zufolge
geprüft.
Seit dem 5. Februar galt der Freistaat als ASP-frei, nachdem die
Krankheit ein Jahr nicht festgestellt worden war. Die letzte
verbleibende ASP-Sperrzone im Landkreis Bautzen war Anfang März
aufgehoben worden.
Sofortmaßnahmen: Suche nach toten Tieren und Zäune
Das Landestierseuchenbekämpfungszentrum habe die Arbeit wieder
aufgenommen und erste Sofortmaßnahmen veranlasst. Dazu zählt die
Suche nach weiteren toten Wildtieren mit Hunden und Drohnen. Der
Abbau der Schutzzäune im Umkreis von zehn Kilometern um die
Fundstelle im Landkreis Görlitz werde gestoppt. Ob neue Zäune
notwendig sind, wird geprüft.
«Der erneute Fall trifft uns hart, aber nicht unvorbereitet», sagte
Gesundheitsministerin Petra Köpping. «In den letzten fünfeinhalb
Jahren haben wir viel Erfahrung im Umgang mit dieser Tierseuche
gewonnen. Gemeinsam mit den regionalen Veterinärbehörden, den Jägern
und Landwirten sind wir ein eingespieltes Team.»
Krankheit für Menschen ungefährlich
Die ASP ist für Menschen ungefährlich, für Schweine aber höchst
ansteckend. Die Krankheit führt bei ihnen in der Regel innerhalb
weniger Tage zum Tod. Einen Impfstoff gibt es bislang nicht. In
Sachsen wurde der erste Fall im Oktober 2020 registriert, insgesamt
gab es laut Mitteilung seither 2.399 Nachweise.
Nach vorherigen Angaben des Ministeriums waren insgesamt 830
Kilometer Schutzzäune errichtet worden, um die Verbreitung der
Krankheit einzudämmen. Ein großer Teil davon ist nach dem Rückgang
der Fälle wieder entfernt worden.
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