Miersch fordert gesetzlichen Anspruch auf Facharzttermine

Facharzttermine oft erst nach Wochen? Der SPD-Fraktionschef will
Schluss damit machen - und setzt auf Druck bei der Ärztevergütung.

Berlin (dpa) - SPD-Fraktionschef Matthias Miersch fordert einen
gesetzlichen Anspruch auf einen zeitnahen Termin beim Facharzt.
«Angemessen wären etwa drei Wochen», sagte Miersch dem
Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es sei nicht gerecht, dass
Privatversicherte schneller einen Facharzttermin bekämen, als
gesetzlich Versicherte. 

Als Möglichkeit schlug Miersch ein «Bonus-Malus-System in der
Ärztevergütung» vor. «Wer keine Termine anbietet, dessen Budget
sinkt. Alternativ könnte das Geld dann an Kliniken gehen, die mit
ambulanten Arztterminen einspringen.» 

In der Debatte um lange Wartezeiten für Facharzttermine hatte schon
der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine
Termingarantie bei Fachärzten für gesetzlich Versicherte gefordert.
Nach einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine
Linken-Anfrage betrug bei gesetzlich Versicherten, die mindestens
einen Tag auf einen Facharzttermin gewartet haben, die Wartezeit 2024
durchschnittlich 42 Tage.

Aktuell arbeitet eine von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken
(CDU) eingesetzte Expertenkommission an Vorschlägen für Einsparungen
bei der Gesundheitsversorgung. Sie soll ihre Ergebnisse kommende
Woche vorstellen.

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