Barmer: Menschen in Bayern schlafen zunehmend schlechter
Inzwischen ist ein bedeutender Teil der Bevölkerung von
Schlafstörungen betroffen. Die Zeitumstellung kann den Rhythmus
zusätzlich durcheinander bringen. Was helfen könnte.
München (dpa/lby) - Rund acht Prozent aller Menschen in Bayern leiden
nach Angaben der Krankenkasse Barmer an Schlafstörungen. Die Zahl der
diagnostizierten Fälle kletterte nach den jüngsten Daten zwischen
2014 und 2024 von 775.000 auf 1,02 Millionen. «Schlafstörungen werden
zunehmend zum Volksleiden», sagte Barmer-Landesgeschäftsführer Alfred
Kindshofer in München. Zumal die Dunkelziffer deutlich höher sei,
weil nicht alle Menschen deshalb zum Arzt gingen.
Am stärksten betroffen sind die über 80-Jährigen, wie eine Auswertung
des Barmer-Instituts für Gesundheitssystemforschung ergab. In Summe
haben Bayerns Männer etwas häufiger Probleme beim Ein- oder
Durchschlafen als die Frauen im Freistaat.
Die am Sonntag anstehende Zeitumstellung kann der Kasse zufolge einen
gestörten Schlafrhythmus zusätzlich beeinträchtigen: Das Vorstellen
der Uhr um eine Stunde bringe den inneren Takt vieler Menschen
vorübergehend durcheinander. Grundsätzlich gehörten Stress,
Angstzustände, unregelmäßige Schlafgewohnheiten oder die Nutzung
elektronischer Geräte vor dem Schlafengehen zu den Faktoren, die die
Schlafqualität stören könnten.
Dauerhafte Schlafprobleme können ernsthafte Konsequenzen haben
Mit Folgen: «Dauerhafte Schlafprobleme erhöhen langfristig das Risiko
für psychische Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Leiden oder
Stoffwechselstörungen», erläuterte Kindshofer. Gesunde Schlafhygiene,
Entspannungsverfahren zur Stressbewältigung und gegebenenfalls eine
medizinische Beratung seien daher entscheidend. Schlafmittel und
Medikamente sollten jedoch nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder der
Ärztin eingenommen werden.
Die Barmer stützt sich für ihre Auswertung auf die Daten ihrer 1,1
Millionen Versicherten im Freistaat. Sie wurden mithilfe von Angaben
des Statistischen Bundesamtes nach Geschlecht und Altersgruppen
angepasst und besitzen laut Kasse somit
Bevölkerungsrepräsentativität.
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