7.550 Darmkrebspatienten in MV - Drese wirbt für Vorsorge
Darmkrebs verursacht vergleichsweise viele Todesfälle. Dabei ist
frühe Vorsorge möglich. Auch Arbeitgeber können laut der Schweriner
Gesundheitsministerin Stefanie Drese helfen.
Schwerin (dpa/mv) - Die Schweriner Gesundheitsministerin ruft zur
Darmkrebsvorsorge auf. «Wir alle können dazu beitragen, die
Darmkrebsrate weiter zu senken - durch Aufklärung, Prävention und
Vorsorgeangebote, aber auch durch eine gesunde Lebensweise», sagte
Stefanie Drese im Darmkrebsmonat März. Die SPD-Politikerin
appellierte auch an Unternehmen: «Ich wünsche mir, dass neben den
bewährten Beratungsangeboten in der ambulanten Versorgung auch
Betriebe in ihrem Betrieblichen Gesundheitsmanagement das Thema
Darmkrebs integrieren.»
Laut Schweriner Gesundheitsministerium leben aktuell in
Mecklenburg-Vorpommern etwa 7.550 Menschen mit der Diagnose
Darmkrebs. Jedes Jahr kämen rund 1.200 Neuerkrankungen dazu.
Vorsorgeuntersuchung ab 50 als Kassenleistung
Seit April vergangenen Jahres können sowohl Männer als auch Frauen ab
50 zur Darmkrebsvorsorge im Rahmen der gesetzlichen
Krankenversicherung eine Darmspiegelung machen lassen und im Falle
eines negativen Befundes zehn Jahre später eine zweite. Auch
Stuhlbluttests - eine andere Art der Vorsorgeuntersuchung - zahlen
die Kassen für Menschen ab 50. Im Fall von Darmkrebs können schon
Vorstufen entdeckt und behandelt werden, bevor der eigentliche Krebs
entsteht.
«Darmkrebs ist die Krebsart mit den zweithäufigsten Todesfällen
deutschlandweit sowie weltweit», sagt Hermann Brenner vom Deutschen
Krebsforschungszentrum (DKFZ). «Wir haben immer noch etwa 23.000
Todesfälle wegen Darmkrebs pro Jahr in Deutschland. Das sind fast
zehnmal so viele wie Todesfälle durch Verkehrsunfälle.»
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