«Meilenstein» für Medizincampus Koblenz
Über einen dritten Medizincampus in Rheinland-Pfalz wird schon lange
debattiert. Nun gibt es einen Kooperationsvertrag mit Bundeswehr. Was
der Deal für angehende Mediziner und die Region bedeutet.
Mainz/Koblenz (dpa/lrs) - Der Aufbau des Medizincampus Koblenz ist
einen weiteren Schritt vorangekommen. Das Land Rheinland-Pfalz und
die Bundeswehr mit ihrem Zentralkrankenhaus in Koblenz
unterzeichneten einen Kooperationsvertrag, wie das Gesundheits- und
Wissenschaftsministerium in Mainz mitteilte.
Damit gebe es eine verbindliche Grundlage dafür, dass ein gewisser
Teil der Medizinstudierenden im Land künftig vom fünften Semester an
in Koblenz ausgebildet werde. Minister Clemens Hoch (SPD) sprach von
einem Meilenstein für eine stärkere Regionalisierung der
medizinischen Ausbildung in Rheinland-Pfalz.
Mehrere Kliniken kooperieren an dem Campus
Koblenz ist der insgesamt dritte Standort im Land, an dem zumindest
ein Teil des Medizinstudiums absolviert werden kann, neben der
Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem im Oktober 2020
eröffneten Campus in Trier. In Koblenz kooperieren neben dem
Bundeswehrzentralkrankenhaus außerdem das Gemeinschaftsklinikum
Mittelrhein, das Katholische Klinikum Koblenz-Montabaur sowie die
Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach.
Der Kooperationsvertrag mit der Bundeswehr ist laut Ministerium auch
die Voraussetzung für die geplante Erweiterung der Kapazitäten im
Medizinstudium im Land um 50 Studienplätze.
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