Lauterbach: Verhältnismäßig gut durch Pandemie gekommen

Die Corona-Krise war eine Ausnahmesituation, und die Schutzmaßnahmen
sorgen noch immer für Kontroversen. Im Parlament stellt sich der
damalige Minister - und hebt im Rückblick ein Instrument hervor.

Berlin (dpa) - Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach
hat die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie insgesamt
verteidigt. «Es ist nicht alles perfekt gelaufen», sagte der
SPD-Politiker in einer Anhörung der Enquete-Kommission des Bundestags
zur Aufarbeitung der Gesundheitskrise. «Aber Deutschland ist
verhältnismäßig gut durch die Pandemie gekommen, und das verdanken
wir auch den Impfungen.»

Lauterbach betonte: «Es ist in der wissenschaftlichen Literatur
Konsens, dass tatsächlich die Zahl der Toten nur deshalb nicht
wesentlich höher ist, weil wir den Segen der Impfungen gehabt haben.»
Der Ex-Minister wies auch auf seltene Komplikationen der Impfungen
wie Herzmuskelentzündungen hin. Die Sicherheit der Impfung sei aber
sehr gut untersucht worden.

Der SPD-Politiker, der von Ende 2021 bis zum Auslaufen der Pandemie
2023 Gesundheitsminister war, sagte: «Wir haben immer kämpfen müssen,

dass wir nicht eine Überlastung der Intensivbetten erleben mussten.»
Anfang 2022 habe es etwa eine Reserve von nur vier Tagen gegeben.
«Das heißt, wir mussten hier handeln», sagte er mit Blick auf
Maßnahmen zum Eindämmen von Infektionen.

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