Wucher-Vorwürfe gegen Schweizer Maskenfirma fallen

Die Wucher-Vorwürfe gegen eine Schweizer Maskenfirma nach Geschäften
mit Bayern sind vom Tisch. Die Staatsanwaltschaft sieht keinen
Nachweis dafür, dass eine Notlage ausgenutzt wurde.

Zürich (dpa) - Das Strafverfahren wegen Wucher gegen eine Schweizer
Firma, die teure Coronamasken verkauft hatte, ist eingestellt worden.
Die Firma Emix Trading hatte unter anderem auch Geschäfte mit dem
bayerischen Gesundheitsministerium gemacht, das FFP2-Masken für 8,90
Euro das Stück gekauft haben soll. «Der anfangs bestehende
Tatverdacht ließ sich trotz umfangreicher Ermittlungen nicht
ausreichend erhärten», teilte die Staatsanwaltschaft Zürich mit. Den

drei Beschuldigten habe «kein vorsätzliches Ausnutzen einer Notlage
zur Erlangung von übermäßigen Vermögensvorteilen» nachgewiesen we
rden
können. 

Ermittlungen in Bayern wegen des Bezugs überteuerter Masken und
anderer Schutzausrüstung waren schon 2021 eingestellt worden. Die
Tochter des früheren CSU-Generalsekretärs Gerold Tandler, Andrea
Tandler, wurde aber im Zusammenhang mit Geschäften, die sie zwischen
Emix und bayerischen Behörden vermittelte, 2023 wegen
Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Sie hatte
kassierte Provisionen nicht angegeben. Sie hat gegen das Urteil
Berufung eingelegt.

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