Wieder mehr Schülerinnen und Schüler in Deutschland
Rund 11,5 Millionen Kinder und Jugendliche besuchen im aktuellen
Schuljahr deutsche Schulen. Wegen einer Umstellung steigen vor allem
in Bayern die Zahlen.
Wiesbaden (dpa) - Das vierte Jahr in Folge ist die Zahl der
Schülerinnen und Schüler in Deutschland gestiegen. So werden im
aktuellen Schuljahr 2025/2026 rund 11,5 Millionen an
allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie an Schulen des
Gesundheitswesens in Deutschland unterrichtet. Das sind etwa 0,7
Prozent mehr als im vorangegangenen Schuljahr, wie das Statistische
Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten in Wiesbaden mitteilte.
«Der Anstieg der Schülerzahlen deckt sich mit dem
Bevölkerungsanstieg», erklärten die Statistiker. «Ende des Jahres
2024 gab es 0,8 Prozent mehr Kinder und Jugendliche im Alter zwischen
5 und 19 Jahren als zum Ende des Vorjahres.»
17 Prozent mit ausländischem Pass
Und wie hoch ist der Anteil ausländischer Schülerinnen und Schüler?
Von den 11,5 Millionen besitzen den Angaben zufolge 1,9 Millionen
ausschließlich eine ausländische Staatsbürgerschaft. Das entspreche
einem Anteil von 17 Prozent. Im Vergleich zum Schuljahr 2024/2025
habe es einen Anstieg von 3,6 Prozent gegeben.
An den allgemeinbildenden Schulen wuchs die Gesamtschülerzahl im
Vorjahresvergleich um 0,9 Prozent auf rund 9 Millionen, wie das
Bundesamt erklärte. Dabei wurden in fast allen Bundesländern mehr
Schülerinnen und Schüler als im Vorjahr unterrichtet. Lediglich
Thüringen (-0,5 Prozent), das Saarland (-0,3 Prozent) und Berlin
(-0,1 Prozent) wiesen leichte Rückgänge auf.
Stärkster Zuwachs in Bayern wegen Rückkehr zu G9
Am stärksten stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Bayern -
und zwar um 2,9 Prozent (beziehungsweise 38.600 Schülerinnen und
Schüler). «Dies ist vor allem auf die Wiedereinführung des
neunjährigen Gymnasiums und den dadurch unvollständigen
Abiturjahrgang 2025 in Bayern zurückzuführen», hieß es. «Durch de
n
Wechsel vom G8- zum G9-Modell bleiben die Schülerinnen und Schüler
ein Schuljahr länger an den allgemeinbildenden Gymnasien.»
An den beruflichen Schulen in Deutschland sank die Zahl der
Schülerinnen und Schüler dagegen leicht um 0,4 Prozent auf
2,3 Millionen.
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