Pflegedienst-Mitarbeitende wegen Betrugs verurteilt
Mit falschen Abrechnungen brachten sie Kranken- und Pflegekassen um
fast 430.000 Euro. Jetzt gab es Bewährungsstrafen für die fünf
Angeklagten. Und was ist mit dem Geld?
Nürnberg (dpa/lby) - Wegen Abrechnungsbetrugs hat das Landgericht in
Nürnberg vier Verantwortliche eines Pflegedienstes zu
Bewährungsstrafen von zwei Jahren verurteilt. Eine fünfte Angeklagte
habe wegen Beihilfe zum Betrug eine Bewährungsstrafe von neun Monaten
bekommen, sagte Gerichtssprecherin Tina Haase. Das Urteil ist noch
nicht rechtskräftig.
Das Gericht sah es demnach als erwiesen an, dass die Angeklagten von
April 2020 bis September 2024 durch fingierte Touren- und Dienstpläne
zahlreiche Leistungen bei gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen
abgerechnet hatten, die es nicht gab. Dadurch entstand diesen ein
Schaden von fast 430.000 Euro.
Geld wurde zurückgezahlt
Die Beschuldigten hätten diese Summe bereits in Raten gemeinsam
zurückgezahlt, sagte Haase. Vor Gericht räumten diese ihr zufolge die
Vorwürfe ein. Die betrügerisch abgerechneten Leistungen hatten dabei
nur einen Bruchteil der Leistungen ausgemacht, die der Nürnberger
Pflegedienst tatsächlich erbracht hatte.
Aufgeflogen war der Betrug laut der für Betrug und Korruption im
Gesundheitswesen zuständigen Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg durch
eine Anzeige der Krankenkasse AOK Bayern und einen Hinweis über ein
anonymes Hinweisgebersystem.
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