Zecken haben wieder Saison

Das sonnige Frühlingswetter lockt die Menschen ins Freie. Wer durch
Wälder und über Wiesen läuft, sollte auf Zecken achten. Die ersten
Fälle von Borreliose sind in diesem Jahr schon gemeldet worden.

Jena (dpa/th) - Der relativ knackige Winter in diesem Jahr hat den
Zecken in Wäldern und auf Wiesen nach Experteneinschätzung nicht viel
anhaben können. «Ich rechne nicht mit einer nennenswerten
Dezimierung», sagte Katja Mertens-Scholz, Leiterin des nationalen
Referenzlabors für durch Zecken übertragene Krankheiten am
Friedrich-Loeffler-Institut in Jena, der Deutschen Presse-Agentur.
Erst ab Frost von minus 20 Grad begännen Zecken abzusterben. 

Dabei komme es darauf an, wie tief der Frost ins Erdreich
eingedrungen sei. Oft jedoch seien Waldböden von einer schützenden
Laubschicht bedeckt. Nach der kürzlich veröffentlichten Winterbilanz
des Deutschen Wetterdienstes wurde die Minus-20-Grad-Marke in
Thüringen nicht erreicht, die niedrigste gemessene Temperatur waren
im Januar minus 17, 6 Grad Celsius.

Häufigste in Thüringen auftretende Zeckenart ist der gemeine
Holzbock. Erste Meldungen von Borreliose-Fällen in diesem Jahr
zeigten, dass Zecken wieder aktiv seien, so die Biologin. Nach Daten
des Berliner Robert Koch-Instituts sind in Thüringen seit
Jahresbeginn rund zwei Dutzend Fälle gemeldet worden. Die von
bestimmten Bakterien (Borrelien) ausgelöste Borreliose ist die am
häufigsten durch Zecken übertragene Krankheit in Deutschland. Noch
keine Meldungen gibt es bislang zu FSME
(Frühsommer-Meningoenzephalitis), eine Viruserkrankung nach dem Stich
durch infizierte Zecken.

Borreliose-Symptome

Typisches Anzeichen bei Borreliose ist ein roter Hautring um die
Einstichstelle. Weitere Symptome sind Muskel- und Gelenkschmerzen und
Fieber. Behandelt wird die Infektion mit Antibiotika, eine
Schutzimpfung gibt es nicht. Außer den beim RKI erfassten Fällen ist
von einer gewissen Dunkelziffer auszugehen. 

Nicht jede Zecke sei Träger von Krankheitserregern, so die Biologin.
Bei Borrelien etwa treffe das je nach Region auf fünf bis 35 Prozent
der Zecken zu. Auch nicht jeder, der von einer infizierten Zecke
gestochen werde, erkranke zwangsläufig. «Wichtig ist es, die Zecke
möglichst schnell herauszuziehen», riet sie.

13 FSME-Risikogebiete in Thüringen

Bei FSME reichen die Symptome von einer grippeähnlichen Erkrankung
bis zur Entzündung der Hirnhaut, des Gehirns und des Rückenmarks.
Gegen FSME gibt es eine Schutzimpfung, zu der Krankenkassen raten,
weil es keine ursächlich gegen das Virus wirkende Medikamente gibt. 

In Thüringen gilt das Risiko, nach einem Zeckenstich an FSME zu
erkranken, als relativ hoch vor allem in östlichen und südöstlichen
Landesteilen. Das RKI hat die Städte Jena, Gera und Suhl sowie die
Landkreise Altenburger Land, Greiz, Hildburghausen, Ilm-Kreis,
Saale-Holzland, Saale-Orla, Saalfeld-Rudolstadt,
Schmalkalden-Meiningen, Sonneberg und Weimarer Land als
FSME-Risikogebiete ausgewiesen.

Im vergangenen Jahr waren in Thüringen 11 FSME-Fälle und 626
Borreliose-Erkrankungen beim RKI erfasst worden.

BKK firmus: Auch 2026 günstigste Krankenkasse

In drei Minuten in die BKK firmus wechseln: Nutzen Sie das Online-Beitrittsformular der BKK firmus. Wechseln Sie schnell, sicher und bequem online.

Jetzt der BKK firmus beitreten



Online-Wechsel: In drei Minuten in die TK

Online wechseln: Sie möchten auf dem schnellsten Weg und in einem Schritt der Techniker Krankenkasse beitreten? Dann nutzen Sie den Online-Beitrittsantrag der TK. Arbeitnehmer, Studenten und Selbstständige, erhalten direkt online eine vorläufige Versicherungsbescheinigung. Die TK kündigt Ihre alte Krankenkasse.

Jetzt der TK beitreten





Zur Startseite