Lebenslang für Mord an Nachbarin für 5.500 Euro
Eine Rentnerin wurde brutal im Keller getötet. Angeklagt war ihre
Nachbarin, die sich laut Zeugen zeitweise um sie kümmerte. Das
bedeutet das Urteil.
Meiningen (dpa/th) - Wegen des Mordes an einer Rentnerin in
Brotterode ist eine 50-Jährige zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe
verurteilt worden. Das Gericht habe auch die besondere Schwere der
Schuld festgestellt, sagte eine Sprecherin des Landgerichts
Meiningen. Eine Freilassung nach 15 Jahren ist damit in der Regel
ausgeschlossen. Zu den Inhalten der Plädoyers machte die Sprecherin
keine Angaben.
Die Staatsanwaltschaft hatte der Frau vorgeworfen, im vergangenen
Juni eine 78 Jahre alte Nachbarin unter einem Vorwand in den Keller
des Mehrfamilienhauses gelockt zu haben, um sie dort zu töten, weil
sie an deren Geldkarten gelangen wollte. Sie habe der Seniorin ins
Gesicht geschlagen, sie mit den Händen und einer Wäscheleine gewürgt
und mit voller Wucht gegen die Waschmaschine gestoßen. Schließlich
habe sie mehrfach auf die 78-Jährige eingestochen. Die Seniorin
verblutete.
Mit den Geldkarten habe die Frau 5.500 Euro abgehoben. Das Geld wurde
laut Gericht wieder bei ihr eingezogen. Zeugen sagten aus, dass sich
die Angeklagte früher um die Rentnerin als eine Art Betreuerin
gekümmert und ihr unter anderem mit Fahrten zum Einkaufen und zum
Arzt geholfen habe.
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