Warken will Honorarplus für Apotheken auf den Weg bringen
Das Netz der Apotheken schrumpft - und die Branche macht Druck bei
der Bundesregierung für ein lange ausgebliebenes Plus bei der
Vergütung. Die Ministerin kündigt jetzt die Umsetzung an.
Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will eine
zunächst zurückgestellte Erhöhung der Apothekenvergütungen angehen.
Die Anhebung des Fix-Betrags pro Medikamentenpackung werde kommen,
sagte die CDU-Politikerin im Bundestag. Eine dazu vorgesehene
Verordnung werde «im Frühjahr» auf den Weg gebracht.
Die Apotheken fordern die Honoraranhebung seit längerem und wollen am
23. März bei einem Protesttag Druck dafür machen. Konkret geht es
darum, einen lange nicht erhöhten Fix-Bestandteil der Vergütung von
8,35 Euro pro Packung auf 9,50 Euro anzuheben.
Der SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis erklärte, seine Fraktion
stehe zu der im Koalitionsvertrag vereinbarten Erhöhung. Er betonte
zugleich die Verantwortung für die gesamte gesetzliche
Krankenversicherung (GKV). Es gelte: «Starke Apotheken ja, aber
eingebettet in ein tragfähiges Gesamtkonzept zur Stabilisierung der
GKV-Finanzen.»
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