Helfen Häppi-Praxen gegen Hausarztmangel? Erste Ergebnisse

Die ersten Ergebnisse des Pilotprojekts sind recht positiv. Die
genaue Auswertung steht aber noch aus.

Mainz (dpa/lrs) - Viele Hausarztpraxen sind wegen Medizinermangels
überlastet. Als ein Ausweg sind in Rheinland-Pfalz im zweiten
Halbjahr 2025 sogenannte Häppi-Praxen auf dem Land getestet worden.
Dabei geht es um Digitalisierung und Delegieren mit dem Ziel der
Entlastung. 

Sechs der sieben beteiligten Praxen wollen mit der zum Projekt
gehörenden KI-Telefonassistenz weitermachen, wie das
Gesundheitsministerium, der Hausärzteverband und die Krankenkasse AOK
in Mainz gemeinsam mitteilten. 

Komplette Auswertung im Mai 

Die genau Evaluierungsphase hat aber erst begonnen. Mit endgültigen
Ergebnissen wird im Mai gerechnet. 

Ziel des Projekts ist es, die Praxen mit neuen Teamstrukturen und
digitalen Instrumenten zu entlasten und für die Zukunft gut
aufzustellen. Dazu gehört die KI-basierte Telefonassistenz für die
Kommunikation mit den Patienten bei der Vergabe von Terminen oder
Rezeptwünschen. 

KI-Telefonassistenz hat Praxen Mehrwert gebracht 

«Digitalisierung ist per se kein «Allheilmittel»», sagt die
Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Rheinland-Pfalz,
Barbara Römer. «Sie führt dann zum Erfolg, wenn sie gut den
individuellen Bedürfnissen der jeweiligen Praxis und deren
Patientenstamm entgegenkommt und ein Mehrwert in der Anwendung
gesehen wird.» Dies sei mit der neuen Kommunikationsform in den
Pilotpraxen überwiegend «sehr gut» gelungen. 

Nicht-ärztliche Fachkräfte sind auch wichtig 

Metadaten aus der KI-Telefonassistenz ermöglichten jetzt Analysen der
Kommunikationsprozesse zwischen Patienten und Praxen. Die Erfahrung
der Praxen mit der Delegation von Aufgaben an nicht-ärztliche
Fachkräfte wie Primary Care Managern oder Physician Assistants
fließen in die Bilanz des Projekts auch mit ein. Sie haben etwa
Infektsprechstunden übernommen, um die Ärzte zu entlasten.

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