8.000 Menschen in Bayern erkranken pro Jahr an Darmkrebs

Alkohol, Rauchen, wenig Bewegung - die größten Risiken für Darmkrebs

sind allgemein bekannt. Dennoch erkranken jedes Jahr viele tausend
Menschen neu. Doch man kann sich schützen.

München (dpa/lby) - Bayernweit wird jedes Jahr bei fast 8.000
Menschen Darmkrebs festgestellt. «In Bayern erhalten etwa 3.500
Frauen und 4.400 Männer jedes Jahr eine Darmkrebs-Neudiagnose. Es
handelt sich um eine Tumorerkrankung, die sich in vielen Fällen durch
Vorsorge und Früherkennung verhindern oder heilen lässt», sagte
Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). 

Darmspiegelung kann bösartige Tumorbildung verhindern

Eine Darmspiegelung ist bei Frauen und Männern ab 50 Jahren zweimal
im Abstand von zehn Jahren im Leistungsumfang der gesetzlichen
Krankenversicherungen enthalten. Bei auffälligen Befunden bei der
Erstuntersuchung sind auch engmaschigere Kontrolluntersuchungen
Kassenleistung. Mit der Darmspiegelung können auch bereits
Krebsvorstufen früh entdeckt und direkt entfernt werden, bevor sie
sich zu bösartigen Tumoren weiterentwickeln können. Alternativ zur
Darmspiegelung können Frauen und Männer ab 50 Jahren alle zwei Jahre
einen Stuhltest auf nicht sichtbares Blut in Anspruch nehmen.

Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol steigern Risiko

«Am besten ist es, wenn Darmkrebs oder seine Vorstufen erst gar nicht
entstehen. Deshalb setzen wir in Bayern mit unserem Masterplan
Prävention auch an den grundlegenden Aspekten eines gesunden
Lebensstils an», sagte Gerlach. Die wichtigsten Risikofaktoren für
Darmkrebs seien zudem bekannt. «Dazu gehören neben Bewegungsmangel
und Übergewicht auch Rauchen und Alkoholkonsum.»

Neuerkrankungen gehen seit Jahren zurück - wegen Vorsorge

Die Neuerkrankungsraten für Darmkrebs sind seit vielen Jahren
rückläufig in Deutschland, vor allem für die unteren Darmabschnitte.

Dies zeigt den positiven Einfluss der Früherkennungsangebote. Dabei
können bereits Krebsvorstufen entfernt werden, die sich sonst zu
bösartigen Tumoren entwickeln könnten. Gleichwohl ist Darmkrebs in
Deutschland weiterhin eine der häufigsten Krebserkrankungen.

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