Online-Suizidprävention in Mainz, Worms und Rüsselsheim
Zusammenhalt beginnt, wo Menschen zuhören und füreinander da sind -
sagt Ministerpräsident Schweitzer. Er ist Botschafter der neuen
Online-Suizidprävention für junge Menschen im Bistum Mainz.
Mainz (dpa) - Junge Ehrenamtliche beraten im Bistum Mainz
Gleichaltrige in Krisensituationen. Die Online-Suizidprävention [U25]
des Caritasverbands gibt es jetzt auch in Mainz, Worms und
Rüsselsheim - und somit bundesweit an 14 Standorten. «Wir investieren
damit bewusst in die Unterstützung junger Menschen in Krisen», sagte
Diözesancaritasdirektorin Nicola Adick bei der
Eröffnungsveranstaltung im Bistum Mainz. Für die drei neuen Standorte
würden rund 380 Peers in 32 Stunden ausgebildet.
Ministerpräsident Schweitzer ist Botschafter des Projekts
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer
übernimmt laut Caritas eine Botschafterrolle für das Angebot. «Mir
geht es darum, dass junge Menschen in Krisenzeiten nicht allein
bleiben», sagte der Sozialdemokrat und bekennende Katholik laut
Mitteilung. «Genau hier setzt die
Caritas-Online-Suizidpräventionsberatung an: Junge Menschen beraten
junge Menschen auf Augenhöhe, niedrigschwellig und digital.»
Dieser Ansatz überzeuge ihn auch persönlich, sagte der frühere
Sozialminister Schweitzer. [U25] zeige, was qualifiziertes Ehrenamt
leisten könne. «Junge Peers werden fachlich ausgebildet und
begleitet, sie übernehmen Verantwortung füreinander.»
Caritas-Präsidentin appelliert an Bundesgesundheitsministerin
«Suizid ist die häufigste Todesursache bei jungen Menschen», sagte
Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa. Sie appellierte an
Bundesgesundheitsministerin NIna Warken (CDU), das angekündigte
Suizidpräventionsgesetz zeitnah fertig zu stellen. Es müsse die
notwendige rechtliche Grundlage für verlässliche
zielgruppenspezifisch ausgestaltete Suizidprävention für ältere und
jüngere Menschen schaffen sowie die Zugänge zu psychosozialer
Beratung verbessern.
Suizid ist die häufigste Todesursache junger Menschen
Die niedrigschwellige, kostenlose und vertrauliche Online-Beratung
der Caritas Deutschland gibt es seit 2001. Im vergangenen Jahr seien
bundesweit etwa 1.700 junge Menschen über die Online-Suizidprävention
begleitet worden. Ziel sei es, die drei neuen Standorte ab 2028 wie
die anderen elf über Bundesmittel zu finanzieren und zu sichern.
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