Weniger Fälle von Darmkrebs - Diagnose trotzdem noch häufig
Früherkennung, Lebensstil und spezialisierte Zentren: Die Zahl der
Diagnosen von Darmkrebs geht in Rheinland-Pfalz zurück. Wie die
Statistiker den Rückgang erklären.
Mainz (dpa/lrs) - Darmkrebs wird in Rheinland-Pfalz seit 2020 Jahr
für Jahr bei weniger Menschen festgestellt - trotzdem ist dieser nach
wie vor die dritthäufigste Krebserkrankung bei Männern und Frauen. Im
Jahr 2024 wurde bei 1.262 Frauen und 1.539 Männern Darmkrebs
diagnostiziert, wie das Institut für Digitale Gesundheitsdaten (IDG)
in Mainz berichtet.
Im gleichen Zeitraum starben 491 Frauen und 633 Männer an dieser
Erkrankung. Neuere Zahlen liegen noch nicht vor.
Gesünderer Lebensstil vermindert Risiko
Die 2019 verbesserte Früherkennung mit dem Darmkrebsscreening nennt
das IDG als einen möglichen Grund für den Rückgang. Dazu kämen
Änderungen von Lifestyle-Faktoren. Ein gesunder Lebensstil vermindere
das Darmkrebsrisiko. Dazu gehöre auch die sinkende Zahl der Raucher
unter Erwachsenen. Die Einführung der Zertifizierung onkologischer
Zentren durch die Deutsche Krebsgesellschaft nennt das IDG als einen
weiteren Grund. Davon gibt es zehn in Rheinland-Pfalz.
Einen Anstieg von Darmkrebsfällen bei jüngeren Menschen zeigen die
Krebsregisterdaten aus Rheinland-Pfalz nicht, betonte das IDG.
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