DAK-Report: Mehr Mädchen leiden unter Angststörungen
Psychische Erkrankungen machen vor allem jugendlichen Mädchen in
Rheinland-Pfalz zu schaffen. Was mögliche Gründe sind.
Mainz (dpa/lrs) - Zukunftsängste, Krisen und Auswirkungen der
Corona-Pandemie: Sie sorgen bei vielen jungen Menschen in
Rheinland-Pfalz nach einem Bericht der Krankenkasse DAK inzwischen
dauerhaft für psychische Erkrankungen - wie Depressionen, Ängste und
Essstörungen.
Besonders betroffen sind demnach Mädchen. 2024 waren 63 von 1.000
DAK-versicherten Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren mit einer
Angststörung in Behandlung, wie die Krankenkasse mitteilte. Im
Vergleich zum Vorpandemie-Jahr 2019 sei dies ein Anstieg um 40
Prozent. Die Zahl der gleichaltrigen Jungen in Behandlung habe 2024
bei 20 (plus drei Prozent) gelegen.
Ähnlicher Trend bei Depressionen und Essstörungen
«Die Hoffnung auf eine grundsätzliche Wende bei psychischen
Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen hat sich nicht erfüllt»,
teilte der DAK-Landeschef Rheinland-Pfalz, Rainer Lange, zum neuen
DAK-Kinder- und Jugendreport mit.
Auch bei der Behandlung von Depressionen und Essstörungen bei
jugendlichen Mädchen liegen die Zahlen demnach deutlich über dem Jahr
vor der Pandemie. Von 2019 bis 2024 nahmen sie bei Depressionen um 27
Prozent zu, bei Essstörungen um 56 Prozent, wie die DAK mitteilte.
Der Report stellt auch fest, dass in immer mehr Fällen die
psychischen Probleme chronisch werden. Und: Die Zahl der Mädchen, die
gleichzeitig an Angststörungen und Depressionen litten, sei seit 2019
um 76 Prozent gestiegen.
Expertin: «Trend bei Mädchen muss besonders besorgen»
Die Präsidentin der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz,
Sabine Maur, sieht unter anderem in der ständigen medialen Präsenz
globaler Krisen einen starken Treiber von Ängsten. Dazu gehörten vor
allem Sorgen wegen
Kriegen und Konflikten, der eigenen wirtschaftlichen und beruflichen
Zukunft und der Klimakrise.
«Besonders besorgen muss uns die Zunahme von sozialen Ängsten bei
jugendlichen Mädchen», teilte sie mit. «Soziale Medien scheinen die
Angst vor der Bewertung durch andere zu verstärken, ebenso das
Gefühl, Schönheits- und Leistungsansprüchen nicht zu genügen.»
Für die Analyse wurden den Angaben zufolge ambulante und stationäre
Behandlungsdaten von gut 48.000 Kindern und Jugendlichen
wissenschaftlich untersucht und mit der Situation vor der Pandemie
verglichen. Bei der DAK in Rheinland-Pfalz sind rund 330.000 Menschen
versichert.
BKK firmus: Auch 2026 günstigste Krankenkasse
In drei Minuten in die BKK firmus wechseln: Nutzen Sie das Online-Beitrittsformular der BKK firmus. Wechseln Sie schnell, sicher und bequem online.
Online-Wechsel: In drei Minuten in die TK
Online wechseln: Sie möchten auf dem schnellsten Weg und in einem Schritt der Techniker Krankenkasse beitreten? Dann nutzen Sie den Online-Beitrittsantrag der TK. Arbeitnehmer, Studenten und Selbstständige, erhalten direkt online eine vorläufige Versicherungsbescheinigung. Die TK kündigt Ihre alte Krankenkasse.