Der Löwe erobert den Himmel - Sonne, Mond und Sterne im März Von Hans-Ulrich Keller, dpa

Jupiter glänzt am Nachthimmel, während der Löwe den Südhimmel
dominiert. Welche besonderen Himmelsereignisse im März zu beobachten
sind.

Stuttgart (dpa) - Schon bald nach Sonnenuntergang sieht man tief am
Westhimmel Venus. Sie spielt zurzeit ihre Rolle als Abendstern.
Besonders auffällig ist sie noch nicht. Am 6. passiert sie den
Frühlingspunkt im Sternbild der Fische. Kurz nach 19 Uhr geht Venus
Anfang März bereits unter, Ende des Monats dann eindreiviertel
Stunden später. Ein eindrucksvoller Himmelsanblick ergibt sich am 20.
gegen 19.45 Uhr: Knapp über dem Westhorizont gesellt sich zur Venus
die messerscharfe Sichel des zunehmenden Mondes. 

Glanzpunkt des Sternenhimmels ist diesmal zweifelsohne Jupiter. Der
Riesenplanet beherrscht mit seinem Glanz den Nachthimmel und ist kaum
zu übersehen. Mit Sonnenuntergang sieht man Jupiter schon hoch im
Nordosten. Er hält sich mitten im Sternbild Zwillinge auf. Gegen
Mitternacht sieht man ihn hoch am Südhimmel und morgens steht er vor
Sonnenaufgang am Westhimmel. Am Abend des 26. März erhält der
Riesenplanet Besuch vom zunehmenden Halbmond, der nördlich an ihm
vorbeizieht. Vom Morgenhimmel zieht sich Jupiter allmählich zurück. 


Saturn, der in den letzten Monaten am Nachthimmel vertreten war, wird
von der Sonne verfolgt. Am 25. holt ihn die Sonne ein, steht in
Konjunktion mit ihr und befindet sich unbeobachtbar am Taghimmel.
Ende Mai taucht der Ringplanet dann am Morgenhimmel wieder auf. Mars
wandert durch den Wassermann und strebt im Tierkreis nach Norden.
Allerdings kann sich der rote Planet am Morgenhimmel noch nicht
durchsetzen. Mars bleibt weiterhin unbeobachtbar. 

Der flinke Merkur eilt auf die Sonne zu, mit der er am 7.
zusammentrifft. Er hält sich am Taghimmel auf und bleibt
unbeobachtbar. Nach seiner unteren Konjunktion mit der Sonne nehmen
seine westlichen Winkelabstände von der Sonne rasch zu und erreichen
Ende März 28 Grad. Dies reicht diesmal nicht für eine
Morgensichtbarkeit, der sonnennächste Planet bleibt im März
unsichtbar. 

Am späten Abend noch Wintersternbilder

Am Westhimmel sieht man zur späten Abendstunde gegen 22 Uhr noch die
Wintersternbilder. Im Südwesten bereitet sich der Himmelsjäger Orion
auf seinen Untergang vor, gefolgt vom strahlend hellen, bläulich
funkelnden Sirius im Großen Hund. Höher im Südwesten, aber deutlich
lichtschwächer als Sirius, steht Prokyon, Hauptstern des Kleinen
Hundes. Die Bezeichnung stammt aus dem Griechischen und bedeutet so
viel wie «der vorauslaufende Hund». Gemeint ist, dass Prokyon wegen
seiner nördlicheren Deklination stets vor dem strahlenden Sirius
aufgeht. 

Prokyon ist ein ausgesprochen heller Stern, der gelblich leuchtet.
Mit nur 11,4 Lichtjahren Entfernung gehört er zur engeren
Nachbarschaft unserer Sonne. Prokyon besitzt einen Begleiter, der ihn
einmal in 41 Jahren umkreist. Dieser ist allerdings so lichtschwach,
dass er vom Hauptstern überstrahlt wird und nur großen Fernrohren
zugänglich ist. Noch hoch am Himmel halten sich die Zwillinge auf,
während der Stier mit dem orangefarbenen Stern Aldebaran kurz vor
seinem Untergang über dem Westhorizont zu sehen ist. Auffallend
strahlt die gelbe Kapella im Fuhrmann hoch im Nordwesten. 

Der Löwe erobert den Himmel

Der Große Wagen steht fast über unseren Köpfen, während die
Kassiopeia, das Himmels-W, im Nordwesten herabsinkt. Den Südhimmel
hat der Löwe erobert, das Leitsternbild des Frühlingshimmels. Der
bläuliche Hauptstern des Löwen heißt Regulus, was so viel wie
Königsstern bedeutet. Regulus ist 79 Lichtjahre von uns entfernt. Die
Basislinie des Löwenrumpfes wird von der Verbindungsstrecke Regulus -
Denebola gebildet. Denebola heißt so viel wie «Schwänzchen des
Löwen». Der Name stammt aus dem Arabischen. 

Der Löwe ist leicht am Südhimmel auszumachen. Es handelt sich um den
fürchterlichen Löwen von Nemea mit seinem unverwundbaren Fell. Um ihn
zu erlegen, musste Herkules diese Raubkatze erwürgen. Denn kein Speer
oder Schwert konnte das Fell durchdringen. Der Held Herkules ist
ebenfalls am Himmel als Sternbild vertreten. Doch an unserem durch
irdischen Lichtsmog aufgehellten Himmel ist der Herkules kaum zu
erkennen. Denn die Sterne dieses Bildes versinken im Lichtsumpf
unserer Städte. Im Südosten ist bereits die Jungfrau mit der
bläulichen Spica erschienen. Tief am Osthimmel strahlt der orange
Arktur, Hauptstern im Bild des Rinderhirten oder auch Boötes
genannt. 

Am 3. wird die Vollmondphase exakt um 12.38 Uhr erreicht. Am Abend
sieht man dann den hellglänzenden Mond vor der Kulisse des
Sternbildes Löwe. Eine Woche später, nämlich am 10., befindet sich
der Mond mit 404.384 Kilometern in Erdferne. Am 19. tritt um 2.23 Uhr
die Neumondphase ein. Mit 366.857 Kilometern kommt der Mond am 22. in
Erdnähe. In der Nacht vom 26. auf 27. März wandert der zunehmende
Halbmond zwischen Jupiter und dem Zwillingsstern Pollux hindurch. 

Ein Himmelsereignis am frühen Abend

Der zunehmende Mond bedeckt am 29. den hellen Regulus, Hauptstern des
Löwen. Ein spannendes Ereignis: Es beginnt in Hamburg um 19.28 Uhr,
in Berlin um 19.31 und in München um 19:25 Uhr. Nach jeweils etwa
einer Stunde taucht Regulus am Westrand des Mondes wieder auf. Die
Bedeckung von Regulus ist mit bloßen Augen sichtbar. Da das Mondlicht
aber blendet, ist das Ereignis am besten mit einem Fernglas zu
beobachten. 

Die Sonne verlässt am 12. um 15 Uhr das Sternbild Wassermann und
wechselt in das Sternbild Fische. Acht Tage später, nämlich am 20. um
15.46 Uhr überschreitet sie den Himmelsäquator und wechselt auf die
Nordhalbkugel des Himmelsgewölbes. Damit beginnt der astronomische
Frühling. Am 20. tritt die Tagundnachtgleiche ein, auch Äquinoktium
genannt. Der Schnittpunkt von aufsteigender Sonnenbahn und
Himmelsäquator wird Frühlingspunkt genannt. Er liegt in unserer Zeit
im Sternbild Fische. Da er gleichzeitig den Beginn des
Tierkreiszeichens Widder markiert, wird er auch als Widderpunkt
bezeichnet.

Nach dem 20. März sind in unseren Breiten die Tage wieder länger als
die Nächte. Am Sonntag, 29. März 2026, beginnt die Mitteleuropäische

Sommerzeit (MESZ). Die Uhren sind um 2.00 Uhr morgens auf 3.00 Uhr
vorzustellen.

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