Unimedizin Greifswald braucht dringend Muttermilch
Die Milch wird knapp. Warum Frühchen und andere Neugeborene in
Greifswald jetzt auf fremde Mamas angewiesen sind und wer überhaupt
spenden darf.
Greifswald (dpa/mv) - Die Unimedizin Greifswald ruft dringend zu
Muttermilch-Spenden auf. Die Vorräte seien fast aufgebraucht und es
werde momentan kaum gespendet, hieß es in einer Mitteilung.
Muttermilch sei besonders für Frühgeborene und kritisch kranke
Neugeborene wichtig, sagte der Leiter der Abteilung Neonatologie und
Pädiatrische Intensivmedizin, Matthias Heckmann, demnach. Wenn die
Milch der eigenen Mutter nicht ausreiche und es auch nicht genügend
Vorräte gebe, könne die Versorgung der Babys nicht gesichert werden.
Spenden werden laut Unimedizin nur von Müttern aus Greifswald und der
nahen Umgebung angenommen. Die Spenderinnen müssten pro Tag mehr als
200 Milliliter Milch im Überschuss und noch genug für ihr eigenes
Baby haben. Zudem müssten sie gesund sein und dürften keine
relevanten Medikamente einnehmen. Vor der ersten Spende würden die
Mütter daher medizinisch untersucht. Die Milch werde im Labor auf
Bakterien und Viren geprüft. Erst Mitte Oktober vergangenes Jahr
hatte die Unimedizin zu Milchspenden aufgerufen.
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