Impfung gegen Gürtelrose wird Risikogruppen schon ab 18 empfohlen

Menschen ab 60 Jahren wird eine Impfung gegen Gürtelrose generell
empfohlen. Vielfach macht sie Experten zufolge aber schon weitaus
früher Sinn. Die offizielle Empfehlung wurde entsprechend angepasst.

Berlin (dpa) - Die Impfung gegen Gürtelrose wird Menschen mit
erhöhtem Erkrankungsrisiko bereits ab 18 statt wie bisher ab 50
Jahren empfohlen. Ein entsprechender Beschluss des Gemeinsamen
Bundesausschusses (G-BA) trat am Freitag in Kraft. Ein erhöhtes
Risiko gibt es dem G-BA zufolge bei einer schwer ausgeprägten
chronischen Grunderkrankung wie Diabetes, Niereninsuffizienz,
Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen, Asthma oder der
Lungenerkrankung COPD sowie bei Immunschwäche.

Als Standardimpfung gilt die Impfung weiterhin für alle Menschen ab
60 Jahren. Empfohlen werde eine zweimalige Impfung im Abstand von
mindestens zwei bis maximal sechs Monaten mit einem Totimpfstoff,
hieß es.

Die Impfung richtet sich gegen das Varizella-Zoster-Virus, das beim
Menschen Windpocken hervorrufen und dann lebenslang im Körper
schlummern kann. Bei älteren Menschen oder solchen mit geschwächtem
Immunsystem kann das Virus reaktiviert werden und Gürtelrose
verursachen, einen oft sehr schmerzhaften Hautausschlag. Möglich sind
zudem über Monate oder Jahre anhaltende, schmerzhafte Nervenschäden,
Sehkraft- oder Hörminderungen sowie eine Lähmung des Gesichtsnervs.

Höheres Risiko für Erkrankung und schwere Verläufe

Für immungeschwächte Menschen, solche mit Autoimmunerkrankungen oder
mit schweren Ausprägungen bestimmter chronischer Grunderkrankungen
besteht der Ständigen Impfkommission (Stiko) zufolge unabhängig 
vom Alter ein erhöhtes Risiko, an Gürtelrose zu erkranken. Auch das
Risiko für schwere Krankheitsverläufe sowie für Folgeerkrankungen sei

größer als bei Immungesunden.

Leichte oder unkomplizierte beziehungsweise medikamentös gut
kontrollierte Formen chronischer Grunderkrankungen bei Menschen
zwischen 18 und 59 Jahren sind nach Einschätzung der Stiko nicht mit
deutlich erhöhten Risiken verknüpft. Für sie gilt die Empfehlung
daher nicht. Nach bisherigem Kenntnisstand halte die Schutzwirkung
der Impfung mindestens zehn Jahre an, hieß es.

Möglicher Zusatznutzen: Schutz vor Demenz

Jüngeren Forschungsergebnissen zufolge - die für den G-BA-Beschluss
keine Rolle spielten - gibt es einen Nebeneffekt: Impfungen gegen
Gürtelrose können offenkundig zumindest bei Frauen das Risiko
vermindern, eine Demenz zu bekommen, und den Verlauf einer Demenz
verzögern. Die Ergebnisse beruhen auf Lebendimpfung mit
abgeschwächten Herpes-Zoster-Viren - ein Impfstoff, der in
Deutschland nicht mehr genutzt wird. Es gibt Hinweise darauf, dass
der hierzulande empfohlene Totimpfstoff (Handelsname Shingrix) sogar
noch besser vor Demenz schützen könnte.

BKK firmus: Auch 2026 günstigste Krankenkasse

In drei Minuten in die BKK firmus wechseln: Nutzen Sie das Online-Beitrittsformular der BKK firmus. Wechseln Sie schnell, sicher und bequem online.

Jetzt der BKK firmus beitreten



Online-Wechsel: In drei Minuten in die TK

Online wechseln: Sie möchten auf dem schnellsten Weg und in einem Schritt der Techniker Krankenkasse beitreten? Dann nutzen Sie den Online-Beitrittsantrag der TK. Arbeitnehmer, Studenten und Selbstständige, erhalten direkt online eine vorläufige Versicherungsbescheinigung. Die TK kündigt Ihre alte Krankenkasse.

Jetzt der TK beitreten





Zur Startseite