Jenoptik nach Umsatzrückgang für 2026 optimistisch
Verhaltene Nachfrage in den Bereichen Halbleiterausrüstung und Autos
machten sich im vergangenen Jahr bei dem Jenaer Technologiekonzern
bemerkbar. Auf 2026 blickt der Vorstand hoffnungsvoll.
Jena (dpa/th) - Der Technologiekonzern Jenoptik will nach einem
Umsatz- und Auftragsrückgang im vergangenen Jahr 2026 wieder auf den
Wachstumspfad zurückkehren. Für die wichtige
Halbleiteranlagenindustrie erwartet das Jenaer Unternehmen dabei eine
grundsätzlich positive Entwicklung.
2025 ging der Konzernumsatz aufgrund einer schwächeren Entwicklung in
den Märkten Halbleiterausrüstung und Automobil um rund sechs Prozent
auf 1,05 Milliarden Euro zurück, wie Jenoptik mitteilte. Der
Auftragseingang lag mit 1,0 Milliarden Euro rund drei Prozent unter
dem Niveau von 2024.
«In schwierigem Marktumfeld gut behauptet»
«Jenoptik hat sich in einem insgesamt schwierigen Marktumfeld im Jahr
2025 gut behauptet», bilanzierte der Vorstandsvorsitzende Stefan
Traeger. Trotz eines rückläufigen Umsatzes habe das Unternehmen seine
Profitabilität aufgrund ergriffener Kostensenkungsmaßnahmen auf gutem
Niveau halten können und die Nettoverschuldung weiter deutlich
reduziert.
Eine schwache Nachfrage aus der Halbleiterindustrie, für die die
börsennotierte Jenoptik AG Produktionsanlagen liefert, hatte in den
ersten drei Quartalen für eine verhaltene Entwicklung gesorgt. Auch
die Autoindustrie als Auftraggeber schwächelte. Gestartet wurde
daraufhin ein Kostensenkungsprogramm.
Nachfrage zu Jahresbeginn verbessert
Finanzchefin Prisca Havranek-Kosicek sieht den Technologie-Konzern
2026 trotz schwer abschätzbarer makroökonomischer und politischer
Entwicklungen zurück auf dem Wachstumspfad. «Diese Einschätzung wird
durch eine verbesserte Nachfrage zu Beginn dieses Jahres
unterstützt», sagte sie.
Der Unternehmensvorstand erwartet unter anderem auf Basis der
angekündigten größeren Investitionen in Datencenter eine
grundsätzlich positive Entwicklung bei der
Halbleiterausrüstungsindustrie. Im laufenden Geschäftsjahr gehe man
von einer Steigerung des Umsatzes aus.
Jenoptik gehört mit weltweit knapp 4.500 Mitarbeitern zu den wenigen
börsennotierten Technologieunternehmen in Ostdeutschland und ist im
SDax gelistet. Kerngeschäft sind optische Systeme, Laser und
Messtechnik für industrielle Anwendungen sowie Laser und Ausrüstungen
für die Verkehrsüberwachung.
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