Forschungsprojekt zu Medikamentenlieferung per Drohne

Zu Randzeiten ist es für Kranke, ihre Angehörigen und Pflegekräfte
manchmal schwer, an dringend benötigte Medikamente zu kommen - vor
allem im ländlichen Raum. Wie Abhilfe geschaffen werden könnte.

Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Im Rahmen eines Forschungsprojektes wird in
Dessau derzeit die Lieferung von Medikamenten per Drohne erprobt.
«Wir wollen einen Mehrwert für die Patienten, Angehörigen und
Pflegekräfte schaffen», sagte der Geschäftsführer von Labfly, Tim
Fischer. Sein Unternehmen arbeitet seit 2019 an der Möglichkeit,
Medikamente aus der Luft abzuwerfen, um so in Zukunft vor allem
schwer kranke Patienten im ländlichen Raum medizinisch besser
versorgen zu können. 

Die Medikamente sollen laut Fischer über eine App bestellt werden
können. In einer nahegelegenen Apotheke werden sie dann besorgt,
verpackt und in die Drohne geladen. Insgesamt kann die Drohne rund
ein Kilo Last transportieren. Aus zehn Meter Höhe wird das Paket dann
an zuvor festgelegten Orten abgeworfen. 

Die Drohne wird demnach von Berlin aus gesteuert. Im August
vergangenen Jahres wurde im Anhalt-Hospiz in Dessau der erste Patient
per Drohne beliefert. Seitdem gab es den Angaben nach 19 weitere
Lieferungen und rund 80 Flüge, die vor allem der Forschung dienen.

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