Günstigere Medikamente? Trump startet neues Regierungsportal

Medikamente sind in den USA oft teuer. Präsident Trump will das
ändern und bringt dafür eine neue Regierungswebseite ins Spiel. Was
verbirgt sich hinter dem Portal, das seinen Namen trägt?

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat den Start eines nach
ihm benannten Internetportals verkündet, über das Amerikanerinnen und
Amerikaner günstiger an Medikamente gelangen sollen. Die
Regierungswebseite namens «TrumpRx» verkauft die Medikamente nicht
selbst, stattdessen kann man dort nach verschreibungspflichtige
Arzneien suchen. Sind sie auf der Webseite gelistet, bekommt man
angezeigt, wie viel man beim Kauf angeblich sparen könnte. Um diesen
Preis zu erhalten, kann man sich dann etwa einen Coupon herunterladen
und diesen bei kooperierenden Apotheken einreichen. Alternativ
verweist das Portal auf einen Direktkauf bei den Herstellern. 

«Dutzende der am häufigsten genutzten verschreibungspflichtigen
Medikamente werden für alle Verbraucher über eine neue Webseite zu
drastischen Preisnachlässen erhältlich sein», sagte Trump zum Start
des Portals. Zu diesem Zeitpunkt waren dort nach Angaben des Weißen
Hauses 40 Produkte gelistet - darunter Abnehmspritzen. Ob und in
welchem Umfang Amerikaner dadurch in ihrem Alltag tatsächlich Geld
sparen werden, ist allerdings unklar. 

Lebenshaltungskosten sind wichtiges Thema in den USA

Die USA gelten bei vielen Medikamenten als einer der teuersten Märkte
der Welt. Länder in Europa oder Asien verhandeln meist zentrale
Höchstpreise und regulieren die Pharmaindustrie stärker. In den USA
wird seit längerem über die gestiegenen Lebenshaltungskosten
diskutiert, die hohen Arzneimittelpreise sind dabei einer von vielen
Aspekten. Trump sieht sich dabei mit der Kritik konfrontiert, er
würde sich zu viel um außenpolitische Angelegenheiten kümmern und
darüber die eigentlichen Sorgen der Menschen im Land
vernachlässigen. 

Der Republikaner will die Medikamentenpreise in den USA seit Längerem
senken und setzt dafür auch auf Vereinbarungen mit Pharmakonzernen.
Eine Reihe von ihnen hatte bereits angekündigt, Arzneien mit Rabatt
über die Plattform anzubieten. 

Wie viele Patienten durch die Nutzung des Portals tatsächlich Geld
sparen werden, ist unklar. Eine Expertin sagte der «New York Times»,
dass manche Patienten einen Preis fälschlich für günstig halten, aber

am Ende finanziell schlechter dastehen könnten.

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