Krankenhausplanung und Krisenvorsorge gemeinsam denken
Krankenhäuser sind Teil der kritischen Infrastruktur. Deshalb müssen
sie besonders geschützt werden, fordert die Krankenhausgesellschaft
in Rheinland-Pfalz.
Mainz (dpa/lrs) - Die Krankenhausgesellschaft fordert mehr Schutz und
Vorsorge für die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz.
«Krankenhausplanung und Krisenvorsorge müssen gemeinsam gedacht
werden», sagte Geschäftsführer Andreas Wermter der Deutschen
Presse-Agentur in Mainz.
Bund, Land und Kommunen müssten ihre Planungen erklären, den
Investitionsbedarf benennen und dann schnellstens die
Rahmenbedingungen für die Krankenhäuser als Teil der kritischen
Infrastruktur schaffen. Dabei müsse auch bedacht werden, dass sich
die geopolitische Lage geändert habe.
Die künftige Landesregierung in Rheinland-Pfalz forderte die
Krankenhausgesellschaft auf, die Fördermittel für Neu- und Umbauten
von Krankenhäusern konsequent weiter zu erhöhen. Auch ein
Inflationsausgleich sei nötig, um die massiv angestiegenen Baukosten
im Krankenhausbereich auszugleichen.
Mehr als 60 Prozent der Krankenhäuser defizitär
«Die Menschen in Rheinland-Pfalz erwarten, dass das Land seiner
Verantwortung für gute bauliche Strukturen für die Behandlung der
Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern nachkommt», mahnte
Wermter.
Mehr als 60 Prozent der Krankenhäuser im Land seien seit Jahren
defizitär. Die Eigenbeteiligung der Krankenhäuser an den
Investitionskosten von derzeit mindestens zehn Prozent sei ein
wesentlicher Hemmschuh für notwendige Modernisierungsmaßnahmen. Sie
müsse daher sofort entfallen.
2025 hatte das Krankenhausinvestitionsprogramm ein Volumen von 145,5
Millionen Euro. Geld floss nach früheren Angaben des
Gesundheitsministeriums in 39 Krankenhausstandorte und Tageskliniken
sowie 51 Einzelmaßnahmen.
Beim Krankenhausinvestitionsprogramm für das laufende Jahr will das
Land sechs Förderschwerpunkte setzen. Dazu zählen Investitionen in
Neu- und Anbauten, die Förderung der Ausbildungsstätten sowie die
Psychiatrie.
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