Wie wir altern - Bericht der Bioethik-Kommission

Das breit besetzte Gremium hat sich eingehend mit Forschungsstand und
möglichen Konsequenzen auseinandergesetzt. Doch was ist das
eigentlich für eine Kommission?

Mainz (dpa/lrs) - Die Bioethik-Kommission berät die
rheinland-pfälzische Landesregierung zu Technologien und deren
möglichen Folgen. Darin sitzen Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen sowie Vertreterinnen und
Vertreter etwa aus Wirtschaft, aus gesellschaftlichen Institutionen
und zuständigen Landesministerien.

Die Kommission gibt es schon seit 1986. Sie geht darauf zurück, dass
im Jahr davor das Kabinett das Justizministerium beauftragt hatte,
eine interministerielle Kommission samt Sachverständiger
verschiedener Fachrichtungen einzuberufen, die sich mit Fragen der
Bioethik beschäftigt. 

Breites Themenspektrum 

Geäußert hat sich die Kommission in früheren Jahren etwa schon zur
Fortpflanzungsmedizin, Humangenetik, zur Gentechnologie, Sterbehilfe
oder zur Präimplantationsdiagnostik. Bei Letzterer werden durch
künstliche Befruchtung entstandene Embryonen auf mögliche
Gen-Variationen hin untersucht, die zu Krankheiten, Behinderungen
oder Fehlgeburten führen können. 

Zum Thema «Wie wir in Zukunft altern - Ethische und
verfassungsrechtliche Dimensionen biomedizinischer Innovation in der
Alternsforschung» kam die Kommission erstmals im Januar 2024
zusammen. Im Kern geht es um Entwicklungen in der Altersforschung und
wie sich Forschung, Politik und Gesellschaft einstellen können. 

30-köpfiges Plenum 

Das Gremium umfasste in dem Fall 30 Personen. Mit dabei waren unter
anderem Vertreter aus Staatskanzlei, Finanz-, Justiz-, Innen-,
Arbeits-, Wirtschafts- und Gesundheitsministerium. Hinzu kamen
Wissenschaftler aus Biologie, Theologie, Medizin, Philosophie sowie
Rechtswissenschaftler. Ihren Bericht dazu wird der
rheinland-pfälzische Justizminister Philipp Fernis (FDP) an diesem
Dienstag (14.00 Uhr) in Mainz vorstellen.

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