Hausärzte: Noch nicht zu spät für Influenza-Impfung
In Hessen geht die Grippe um. Hausärzte empfehlen auch jetzt noch
eine Impfung. Warum der Schutz laut Experten weiterhin sinnvoll ist
und welche Tipps die Abwehrkräfte stärken.
Wiesbaden/Dillenburg (dpa/lhe) - Angesichts der hohen
Infektionszahlen rät der hessische Hausärzteverband zur Vorsorge:
«Die Impfung gegen Influenza macht immer noch Sinn und alle Personen,
die bislang noch nicht geimpft wurden, sollten dies nachholen», sagte
der
Landesvorsitzende im Hausärztinnen- und Hausärzteverband, Christian
Sommerbrodt, der Deutschen Presse-Agentur.
«Die Impfstoffe passen recht gut zu den aktuell zirkulierenden Viren
und sorgen für eine deutlich reduzierte Infektanfälligkeit und
mildere Verläufe.» Die Patienten mit Influenza kämen dieses Jahr
wieder «mit einer ausgeprägten Symptomatik» in die Praxen und seien
je nach Schwere der Erkrankung ein bis zwei Wochen arbeitsunfähig.
Was schützt sonst noch?
Infekte der Atemwege könnten durch eine Vielzahl von Viren ausgelöst
werden, erklärt Sommerbrodt. «Besonders wichtig ist es, größere
Menschenmengen zu meiden, Hände regelmäßig waschen und sich möglich
st
wenig ins Gesicht zu fassen.»
Wer seine Abwehrkräfte stärken will, dem gibt der Hausarzt zudem
folgende Tipps: «Gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und das
Vermeiden von Alkohol und Nikotin verbessern die Resilienz weiter.»
Wie entwickeln sich die Zahlen?
Zu Beginn des neuen Jahres war die Zahl der Infektionen in Hessen
sprunghaft gestiegen - in der dritten Kalenderwoche (ab 12. Januar)
zeigte sich eine leichte Entspannung. Das zeigen die Daten des
Hessischen Landesamts für Gesundheit und Pflege in Dillenburg
(«Epi-Kurier») im Detail:
* Die Zahl der gemeldeten Grippe-Fälle sank von rund 1.800 auf
1.254
* Die Zahl der RSV-Fälle sank von 145 auf 97
* Die Corona-Fälle sanken von 372 auf 213
Für das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege ist es «noch zu
früh um den weiteren Verlauf der Grippewelle zu bewerten», wie es im
Epi-Kurier heißt. «Es traten in dieser Grippesaison bisher deutlich
mehr Fälle auf als im vergleichbaren Zeitraum der Vorjahre - mit
Ausnahme von 2022/23.»
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