Beauftragte: Unterstützung für Frauen in den Wechseljahren
Hitzewallungen, chronische Müdigkeit - Millionen Frauen sind in den
Wechseljahren und kämpfen mit den typischen Symptomen. Die
Antidiskriminierungsbeauftragte fordert mehr Unterstützung.
Berlin (dpa) - Frauen in den Wechseljahren brauchen nach Ansicht der
Antidiskriminierungsbeauftragten des Bundes, Ferda Ataman, mehr
Verständnis und Unterstützung im Job. Viele reduzierten ihre Arbeit
oder verließen die Arbeitswelt früher, das schade auch der
Wirtschaft, so Ataman in einer Mitteilung.
«Frauen in den Wechseljahren brauchen Unterstützung statt Ignoranz.»
Arbeitgeber, Politik, Medizin und Forschung seien hier gefordert. In
der Öffentlichkeit sei das Thema nach wie vor ein Tabu und
schambehaftet, hieß es weiter. Studien zeigten, dass Wechseljahre und
die damit einhergehenden Beschwerden Karrieren von Frauen negativ
beeinflussten. Mehr als neun Millionen Frauen in Deutschland befinden
sich den Angaben zufolge in den Wechseljahren.
Expertengremium soll Vorschläge machen
Sachverständige aus der Gynäkologie, der Wirtschaftswissenschaft und
dem Arbeitsrecht sollen nun unter der Überschrift «Wechseljahre und
Diskriminierung» Vorschläge erarbeiten. Diese sollen der Mitteilung
zufolge in Handlungsempfehlungen einfließen, die Ataman im Herbst für
Deutschland vorlegen will. Methodisch orientiere sich das Projekt an
den 2022 von der britischen Regierung veröffentlichten Empfehlungen
«Menopause in the Workplace».
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