Tödliche Schüsse auf Polizist: GdP fordert Befragung

Knapp fünf Monate sind vergangen, seit ein Polizist im Dienst im
Saarland erschossen wurde. Was hat das mit den Kollegen gemacht? Das
will die Gewerkschaft GdP wissen.

Saarbrücken (dpa/lrs) - Nach dem gewaltsamen Tod eines Polizisten
fordert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei im Saarland,
Andreas Rinnert, eine Befragung innerhalb der saarländischen Polizei
«zur Gefühls- und Motivationslage» und den Auswirkungen dieses
Ereignisses. «Nur so können Behördenleitung und Innenministerium nach

dem ersten Polizistenmord in der Geschichte des Saarlandes ihre
Belegschaft vollumfänglich professionell unterstützen - auch nach der
ersten Akutphase», sagte er beim Neujahrsempfang in Saarbrücken.

Der 34 Jahre alte Polizeioberkommissar Simon Bohr war im August 2025
in Völklingen bei einem Einsatz erschossen worden. Der Mordprozess
gegen den mutmaßlichen Täter beginnt am 12. Februar am Landgericht
Saarbrücken.

«Gott bewahre, dass sich ein derart schreckliches Ereignis in
absehbarer Zeit wiederholen wird», sagte Rinnert. «Aber
auszuschließen ist es schlichtweg nicht. Und dann sollten wir
vorbereitet sein.» Dies funktionierte nur, wenn man schon jetzt
herausfinde, was gut war und geholfen habe, was man anders,
möglicherweise auch hätte besser machen können im Umgang mit den
Menschen.

«Unheimlich viel Traurigkeit und Schmerz»

Das furchtbare Verbrechen habe die saarländische Polizeifamilie enger
zusammengeschweißt, aber auch schmerzhaft gezeigt, welchen Risiken
die Kolleginnen und Kollegen tagtäglich ausgesetzt seien. Trotz aller
Unterstützung bleibe nicht nur bei der Familie, sondern auch bei
ihnen «unheimlich viel Traurigkeit und Schmerz zurück».

Wichtig sei, zu erfahren, wie es ihnen heute gehe, wie sie auf das
Ereignis in Völklingen zurückschauen, welche Ängste sie seitdem mit
sich herumtragen, welche Fragen unbeantwortet seien und was das alles
mit ihnen als Mensch gemacht habe. «Sollten andere an anderen Stellen
zu dem Schluss kommen, dass eine solche Erhebung unnötig sei, sage
ich klar: Dann machen wir's!», unterstrich Rinnert. Es werde zu
gegebener Zeit gemeinsame Aufgabe sein, je nach Ausgang der
Ermittlungen die richtigen Lehren aus dieser Tragödie zu ziehen. «Der
Verlust von Simon mahnt uns, unsere Forderungen mit Nachdruck zu
vertreten und konkrete Verbesserungen einzufordern», sagte der
GdP-Chef. «Damit wir alle unsere Aufgaben im Dienst der Gesellschaft
bestmöglich geschützt erfüllen können.»

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