Kreise: Maschsee-Mörder war bei Festnahme bewaffnet
Der als Maschsee-Mörder bekannte 37-Jährige wurde bei seiner
Festnahme in Düsseldorf mit mehreren Messern aufgegriffen. Nun sitzt
er erneut in Untersuchungshaft.
Düsseldorf (dpa) - Der sogenannte Maschsee-Mörder soll bei seiner
Festnahme in Düsseldorf bewaffnet gewesen sein. Er habe mehrere
Messer bei sich gehabt, als er im Düsseldorfer Hauptbahnhof von
Polizisten gestellt wurde, hieß es aus Sicherheitskreisen. Die
«Bild»-Zeitung hatte zuvor berichtet.
Der 37-Jährige soll nach seiner Freilassung aus der Haft seine
Freundin misshandelt haben. Er sitzt nach wenigen Monaten in Freiheit
deswegen in Untersuchungshaft. Gegen den 37-Jährigen wird wegen
Geiselnahme und gefährlicher Körperverletzung ermittelt, wie die
Staatsanwaltschaft mitgeteilt hatte.
Der Maschsee-Mord
Der heute 37-Jährige hatte 2012 eine 44-jährige Prostituierte
getötet, zerstückelt und die Leichenteile in den Maschsee in Hannover
geworfen. Pure Mordlust habe ihn getrieben, stellte das Landgericht
Hannover bei seiner Verurteilung fest.
Das Gericht verurteilte ihn zu zwölf Jahren Haft wegen Mordes und
wies den Mann in eine Psychiatrie ein. Aufgrund einer schweren
Persönlichkeitsstörung und wegen seines Alkohol- und
Drogenmissbrauchs sei er zur Tatzeit vermindert schuldfähig gewesen.
Dadurch entging er einer lebenslangen Haftstrafe.
Seine Gewaltfantasien machten den Mann zu einer tickenden Zeitbombe,
hatte seine damalige Freundin gewarnt. Er habe ihr angekündigt,
weiter töten zu wollen. Ein psychiatrischer Gutachter hatte dem
Mörder ein hohes Rückfallrisiko attestiert. Weitere extreme
Gewalttaten seien jederzeit denkbar und die Chancen einer Therapie
klein, hatte der Psychiater gesagt.
In der Wohnung des Mannes hatten die Fahnder damals neben Messern und
einer Armbrust auch ein Foto des rechtsradikalen norwegischen
Massenmörders Anders Breivik gefunden.
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