Maschsee-Mörder in Düsseldorf festgenommen
Nach seiner Haftentlassung soll der Maschsee-Mörder aus Hannover
erneut schwere Straftaten begangen haben. Nun wurde er in Düsseldorf
festgenommen.
Düsseldorf (dpa) - Der sogenannte Maschsee-Mörder ist in Düsseldorf
festgenommen worden. Das bestätigten Sprecher von Polizei und
Staatsanwaltschaft. Er soll nach seiner Freilassung aus der Haft
seine Freundin misshandelt haben. Die «Bild»-Zeitung hatte zuvor
berichtet.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erfolgte die Festnahme bereits am
Sonntag. Gegen den 37-Jährigen bestehe ein dringender Tatverdacht
wegen Geiselnahme und gefährlicher Körperverletzung. Grundlage sei
die Aussage seiner Lebensgefährtin. Er befinde sich inzwischen in
Untersuchungshaft.
Nach aktuellem Ermittlungsstand soll er seine Freundin am 22.
Dezember 2025 in ihrer Wohnung gewürgt haben. Am 1. Januar 2026 soll
er sie dann nach einem Streit in ihrer Wohnung festgehalten haben, um
ihr Mobiltelefon einzusehen. Als sie sich weigerte, das Mobiltelefon
zu entsperren, soll er sie unter anderem mit dem Tode bedroht und
verletzt haben. Der Mann sei wegen Mordes vorbestraft.
Der Maschsee-Mord
Der heute 37-Jährige hatte 2012 eine 44-jährige Prostituierte
getötet, zerstückelt und die Leichenteile in den Maschsee in Hannover
geworfen. Pure Mordlust habe ihn getrieben, stellte das Landgericht
Hannover damals fest. Es wies den Mann 2013 in die Psychiatrie ein
und verurteilte ihn zu zwölf Jahren Haft wegen Mordes.
«Er wollte sehen, wie jemand stirbt, es ging ihm darum, die Kälte des
Todes zu spüren», sagte der Vorsitzende Richter bei der Verurteilung.
Das Gericht stufte den von Gewaltfantasien getriebenen damals
25-Jährigen aufgrund einer schweren Persönlichkeitsstörung und wegen
seines Alkohol- und Drogenmissbrauchs als vermindert schuldfähig
ein.
Deshalb verhängten die Richter trotz der Verurteilung wegen Mordes
keine lebenslange Haftstrafe. Nur bei einer Heilung sollte er auf
freien Fuß kommen, hieß es damals.
Psychiater und frühere Freundin warnten
Sein 44 Jahre altes Opfer hatte er im Rotlichtviertel kennengelernt
und später in seiner Wohnung erstochen. Danach zerstückelte er die
aus Ibbenbüren in Nordrhein-Westfalen stammende Frau und warf sie in
den Maschsee.
Auslöser für die Tat soll gewesen sein, dass die Frau sich über die
rechtsradikalen Ansichten des Täters lustig machte. Die
Gewaltfantasien machten den 25-Jährigen zu einer tickenden Zeitbombe,
wie seine damalige Freundin als Zeugin warnte. Völlig ruhig und ohne
Reuegefühl habe er ihr angekündigt, weiter töten zu wollen.
Im Prozess um das aufsehenerregende Verbrechen hatte ein
psychiatrischer Sachverständiger dem Angeklagten ein hohes
Rückfallrisiko attestiert. Weitere extreme Gewalttaten seien
jederzeit denkbar und die Chancen einer Therapie klein, hatte der
Psychiater gesagt.
In der Wohnung des Mannes hatten die Fahnder neben Messern und einer
Armbrust auch ein Foto des rechtsradikalen norwegischen Massenmörders
Anders Breivik gefunden. Zudem soll sich der Deutsche als Wahlhelfer
einer rechtsextremen Partei in Bremen betätigt haben.
BKK firmus: Auch 2026 günstigste Krankenkasse
In drei Minuten in die BKK firmus wechseln: Nutzen Sie das Online-Beitrittsformular der BKK firmus. Wechseln Sie schnell, sicher und bequem online.
Online-Wechsel: In drei Minuten in die TK
Online wechseln: Sie möchten auf dem schnellsten Weg und in einem Schritt der Techniker Krankenkasse beitreten? Dann nutzen Sie den Online-Beitrittsantrag der TK. Arbeitnehmer, Studenten und Selbstständige, erhalten direkt online eine vorläufige Versicherungsbescheinigung. Die TK kündigt Ihre alte Krankenkasse.