Operationen an DRK Kliniken wegen Warnstreik verschoben
Patientinnen und Patienten an den DRK Kliniken müssen auch heute mit
Einschränkungen rechnen. Notwendige Operationen finden aber statt.
Berlin (dpa/bb) - Weil Teile des Personals seit Dienstag streiken,
müssen an den Berliner DRK Kliniken Operationen verschoben werden.
Außerdem werden Patientinnen und Patienten aus tagesklinischen
Einrichtungen, die seit längerer Zeit in Behandlung sind, teilweise
beurlaubt, wie Sprecherin Corinna Schwetasch auf Anfrage mitteilte.
Der Stationsbetrieb läuft ihren Angaben nach stabil. Alle notwendigen
Operationen und alle Tumorbehandlungen könnten stattfinden,
unfallchirurgische Notfälle würden weiterhin versorgt.
Aufruf richtet sich an 2.5000 Beschäftigte
Der Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi für Dienstag und Mittwoch
richtet sich an das gesamte Personal außer den Ärzten. Das sind rund
2.500 Beschäftige, darunter neben Pflegefachkräften auch
Therapeutinnen und Handwerker. Die Gewerkschaft fordert
Entgelterhöhungen von fünf Prozent im Jahr 2026 und weiteren fünf
Prozent im Jahr 2027.
Am Dienstag beteiligten sich rund 350 Beschäftigte an dem Warnstreik,
sagte Verdi-Verhandlungsführerin Gisela Neunhöffer. Am Mittwoch seien
es etwa genau so viele, schätzte sie am Mittag. Der Warnstreik soll
am späten Mittwochabend enden. Die Gewerkschaft wolle die Gespräche
mit der Unternehmensführung wieder aufnehmen und habe Termine für die
nächste Verhandlungsrunde vorgeschlagen, sagte Neunhöffer.
Streit über Notdienstvereinbarung vor Gericht
Verdi und die DRK Kliniken hatten sich am Dienstag vor Gericht über
die Notdienstvereinbarung des Warnstreiks gestritten. Die
Arbeitgeberseite hatte gegen den Arbeitskampf eine einstweilige
Verfügung vor dem Berliner Arbeitsgericht eingereicht. Beide Seiten
einigten sich auf ein Konzept für eine verbindliche Mindestbesetzung
und Quotenregelungen für die Zeit des Streiks. «Wir sind mit dem
Ausgang der Gerichtsverhandlung sehr zufrieden», sagte Neunhöffer.
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