Winterwetter und Infekte lassen Blutspenden einbrechen
Wegen Schnee, Glätte und Infekten sinkt die Zahl der Blutspenden in
Sachsen, Berlin und Brandenburg deutlich. Warum der Engpass besonders
kritisch ist.
Leipzig (dpa/sn) - Das Winterwetter und die Infektionswelle haben zu
einem erheblichen Einbruch bei den Blutspenden in Sachsen sowie in
Berlin und Brandenburg geführt. «Die Situation spitzt sich zu, die
Versorgungslage ist auf sehr niedrigem Niveau», sagte Kerstin
Schweiger vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost auf Anfrage. Besonders
die Konserven aus Blutplättchen sind demnach nur etwa vier Tage
haltbar und müssten durchgehend aufgefüllt werden.
Sie appellierte an alle gesunde Menschen, jetzt Blut zu spenden. «Nun
ist ein perfekter Zeitpunkt für Erstspender, sich an der
lebensrettenden und solidarischen Aktion zu beteiligen», betonte
Schweiger.
Termine fallen wegen Glätte aus und weniger Spender
Die winterlichen Verhältnisse mit Schnee und Glätte hätten vielerorts
zu Absagen der Blutspendetermine gesorgt. «Und dort, wo sie
stattfanden, kamen wegen der glatten Wege deutlich weniger Menschen»,
erläuterte Schweiger.
Zudem sorgt die hohe Infektionswelle für weniger Spenden. Menschen,
die krank sind, dürfen nicht Blut spenden. Und wer Antibiotika
genommen hat, muss ohnehin vier Wochen aussetzen.
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