Weniger Organspender und Spenderorgane in Bayern

Eine Organspende kann Leben retten. Weltweit stehen jedoch zu wenig
Spenderorgane zur Verfügung. Nun hat die Deutsche Stiftung
Organtransplantation Bilanz gezogen - auch zur Situation in Bayern.

München (dpa/lby) - Entgegen dem bundesweiten Trend ist die Zahl der
Organspender sowie der Spenderorgane in Bayern im Jahr 2025 leicht
zurückgegangen. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO)
mitteilte, gab es im Freistaat 143 Organspender (2024: 157) und 454
Spenderorgane (2024: 497).

Die in Bayern entnommenen Organe werden bundes- oder weltweit
vergeben. In der Jahresstatistik sind der DSO zufolge Lebendspenden
nicht eingerechnet.

Laut Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach warten in Bayern
derzeit etwa 1.100 Menschen auf ein lebenswichtiges Spenderorgan.
«Auch wenn pro Spender in der Regel mehrere Organe vermittelt werden
können, ist diese Lücke sehr bedrückend», sagte die CSU-Politikerin

Leichter Anstieg bundesweit

Bundesweit stieg die Zahl der Organspender den Angaben nach um 32 auf
985. Das sei der höchste Wert seit 2012. Die Zahl der in Deutschland
entnommenen Spenderorgane stieg von 2.855 auf 3.020. Jedoch: Die Zahl
der Spenderorgane reiche weiterhin nicht aus, um allen Patientinnen
und Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu
ermöglichen, hieß es von der DSO.

Leicht gestiegen ist in Bayern die Zahl der transplantierten Organe,
also jene Organe, die bundesweit oder im Ausland entnommen und im
Freistaat transplantiert worden sind. 

Die meisten Organspender gab es laut DSO in Sachsen, Sachsen-Anhalt
und Thüringen. Die Zahl betrug in diesen drei Ländern
zusammengenommen gut 16 Organspender pro eine Million Einwohner. Der
Bundesdurchschnitt liegt bei fast 12 Organspendern je einer Million
Einwohner.

Axel Rahmel, medizinischer Vorstand bei der DSO, bezeichnete den
bundesweiten Anstieg an Organspendern als «ermutigendes Signal» und
fügte an: «Der Mangel an Spenderorganen besteht weiterhin.»

DSO plädiert für Widerspruchsregelung

Problematisch sei, dass in vielen Fällen nicht klar ist, wie der
potenzielle Spender zur Organspende steht, weil kein entsprechender
Ausweis vorliegt. Deswegen spricht sich der DSO noch einmal für die
Widerspruchsregelung aus.
Dabei gilt jeder Bürger grundsätzlich als Organspender, solange er
nicht aktiv widersprochen hat. Nach geltendem Recht muss man einer
Spende zustimmen.

Auch Bayerns Gesundheitsministerin Gerlach befürwortet eine solche
Regelung. «Ich hoffe, dass der Bundestag den Gesetzentwurf hierzu
bald behandelt und positiv darüber abstimmt», sagte Gerlach. «Denn
diese Regelung bietet die Chance, dass mehr Menschen ein
lebensrettendes Spenderorgan erhalten.» Der Bundesrat hatte im Herbst
einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Einführung der
Widerspruchslösung mehrheitlich beschlossen.

BKK firmus: Auch 2026 günstigste Krankenkasse

In drei Minuten in die BKK firmus wechseln: Nutzen Sie das Online-Beitrittsformular der BKK firmus. Wechseln Sie schnell, sicher und bequem online.

Jetzt der BKK firmus beitreten



Online-Wechsel: In drei Minuten in die TK

Online wechseln: Sie möchten auf dem schnellsten Weg und in einem Schritt der Techniker Krankenkasse beitreten? Dann nutzen Sie den Online-Beitrittsantrag der TK. Arbeitnehmer, Studenten und Selbstständige, erhalten direkt online eine vorläufige Versicherungsbescheinigung. Die TK kündigt Ihre alte Krankenkasse.

Jetzt der TK beitreten





Zur Startseite