Zahl der Hausärzte in Hamburg leicht gesunken
Bei Haus- und Facharztpraxen liege Hamburg statistisch gesehen im
Bereich der Überversorgung, erklärt die Kassenärztliche Vereinigung.
Bei Hausärztinnen und -ärzten gab es einen leichten Rückgang.
Hamburg (dpa/lno) - In Hamburg arbeiten derzeit etwas weniger
Hausärztinnen und Hausärzte als im Jahr zuvor. Das erklärt die
Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVHH) auf Anfrage der Deutschen
Presse-Agentur.
Waren es am 1. Juli 2024 demnach noch 1.315 Hausärztinnen und
Hausärzte, so waren es ein Jahr später noch 1.307. Davon arbeiten
einige Medizinerinnen und Mediziner in Teilzeit, deshalb liegt die
Zahl der sogenannten Vollzeitäquivalente niedriger. Sie sank von
1.166,55 auf 1.142 in diesem Jahr.
Hohe Dichte von Arztpraxen
Bei der Planung der ambulanten Versorgung stelle Hamburg nach der
Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses eine einheitliche
Planungsregion dar. «Alle Fachbereiche liegen statistisch gesehen im
Bereich der Überversorgung», sagt KVHH-Sprecherin Marthe Hartig.
Da es sich bei Stadtteil- und Bezirksgrenzen um willkürliche
Grenzziehungen handele, die von Menschen im täglichen Leben
überschritten werden, bilde eine kleinräumige Betrachtung - etwa auf
Stadtteilebene - die Versorgungsrealität nie adäquat ab. Es müssten
immer auch die umliegenden Stadtteile betrachtet werden.
Auch bei den Fachärzten liege Hamburg statistisch gesehen im Bereich
der Überversorgung, erklärt die KVHH. In den vergangenen Jahren habe
Hamburg im Bundesländervergleich stets eine sehr hohe Dichte von
Ärzten und Psychotherapeuten gehabt.
Zahl der Hausarztpraxen in Schleswig-Holstein gewachsen
Im Nachbarland Schleswig-Holstein hat sich die Versorgung mit
Hausärztinnen und -ärzten verbessert. Das nördlichste Bundesland sei
das Flächenland in Deutschland mit der geringsten Anzahl an freien
Hausarztstellen, erklärt die Kassenärztliche Vereinigung
Schleswig-Holstein (KVSH) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Aktuell gebe es 1.947 Hausarztstellen in Schleswig-Holstein. 48,5
freie Stellen können derzeit besetzt werden. Das seien deutlich
weniger als noch vor zwei Jahren. Im Januar dieses Jahres seien es
noch 59,5 freie Hausarztstellen gewesen, im April 2024 waren es 68,5
und 2023 sogar 76,5.
«Damit konnten in den vergangenen zwei Jahren 20 Hausarztstellen in
Schleswig-Holstein besetzt werden, was einem Rückgang an freien
Stellen um etwa 30 Prozent entspricht», erklärt KVSH-Sprecher
Nikolaus Schmidt.
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