Bayern will Cannabis-Legalisierung zurückdrehen
Die Legalisierung von Cannabis zu Konsumzwecken war nach Ansicht der
bayerischen Gesundheitsministerin Gerlach falsch. Sie fordert eine
Korrektur.
München (dpa) - Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach
fordert einen grundlegenden Kurswechsel der Bundesregierung im Umgang
mit Cannabis. Die Legalisierung zu Konsumzwecken sei vor allem mit
Blick auf den Gesundheits- und Jugendschutz falsch gewesen, sagte die
CSU-Politikerin der «Augsburger Allgemeinen». «Dieser Fehler muss
2026 korrigiert werden.» Der Freistaat dringe auf die Rücknahme der
aktuellen Cannabis-Regelungen.
Verstärken will Gerlach in Bayern die Suchtprävention und den
Jugendschutz, etwa durch einen möglichst restriktiven Vollzug der
Regelungen des Gesetzes. Es sei wichtig, dass insbesondere junge
Menschen geschützt würden, weil für sie die gesundheitlichen Risiken
durch Cannabis-Konsum besonders hoch seien, so die CSU-Politikerin.
Bayern setze zudem auf eine umfassende Aufklärung über die Risiken
von Cannabis, etwa an Berufsschulen und Universitäten: «Im Jahr 2026
wollen wir zudem mit dem Projekt «Mindzone» verstärkt im
Uni-Party-Setting über die Gefahren von Cannabis informieren und eine
Auseinandersetzung mit dem Thema anstoßen», kündigte sie an. Überdi
es
werde eine Smartphone-App entwickelt, mit der Jugendliche auf
spielerische Weise über Drogengefahren aufgeklärt werden sollen.
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