Ministerin erwartet schwierige Lage in Brandenburgs Kliniken

Viele Krankenhäuser in Brandenburg leiden unter Finanznot. Sie
erhalten Hilfe vom Land und von den Trägern. Wie geht es im nächsten
Jahr weiter? Gesundheitsministerin Müller äußert sich dazu.

Seelow (dpa/bb) - Die Situation der Krankenhäuser in Brandenburg
könnte nach Ansicht von Gesundheitsministerin Britta Müller (BSW) im
neuen Jahr zunehmend schwieriger werden. Es sei zwar gelungen, zum
Beispiel in Guben und Forst Klinikinsolvenzen abzuwenden, sagte
Müller der Deutschen Presse-Agentur. Auch Spremberg kam erfolgreich
aus einer Insolvenz. «Aber wir sehen, dass es immer mehr vor allem
auch kleine Standorte trifft im ländlichen Raum, die wirklich
gefährdet sind.»

Vier von fünf Krankenhäusern im Land schreiben nach Angaben der
Ministerin rote Zahlen, teils im zweistelligen Millionenbereich. «Wir
sehen das an den Zuschüssen, die die Kommunen teilweise bei
kommunalen Trägern leisten», sagte Müller. Sie nannte Potsdam,
Brandenburg an der Havel und Seelow als Beispiele. «Weil wir dieselbe
wirtschaftlich schwierige Lage auch bei den Kommunen haben, wird es
an allen Ecken wirklich brenzlig. Man kann schon sagen, wir spielen
Feuerwehr.»

Krankenhäuser stehen unter Druck - Reform läuft

Die Krankenhausreform des Bundes, die Anfang 2025 in Kraft trat, soll
Kosten senken und zugleich die Qualität der Versorgung erhöhen. In
ländlichen Gegenden soll es erweiterte Ausnahmen geben. Die Kliniken
stehen unter finanziellem Druck. Die SPD/BSW-Landesregierung will die
Krankenhäuser in Brandenburg als Orte der Gesundheitsversorgung
erhalten.

Das Land forderte außerdem Änderungen an einem Sparpaket zur
Stabilisierung der Kassenbeiträge, um Krankenhäuser nicht zusätzlich

zu belasten. Nun wird der Anstieg der Klinik-Vergütungen nur für 2026
gekappt.

Ministerin dringt auf neue Ideen

Die Brandenburger Gesundheitsministerin will mit neuen Konzepten der
Kliniken mehr Wirtschaftlichkeit erreichen. «In Seelow entsteht zum
Beispiel ein «Gesundheitscampus» mit ambulanten und stationären
Angeboten unter einem Dach», sagte Müller. Die Zahl der stationären
Betten sinke, dafür werde es eine Kurzzeitpflege und ein ambulantes
Operationszentrum geben. In Forst (Lausitz) existiere bereits eine
Zusammenarbeit bei der Telemedizin mit der Medizinischen Universität
Lausitz in Cottbus.

«Wir müssen schauen, wie 2027 die wirtschaftliche Stabilität wieder
erreicht werden kann», sagte die Ministerin. «Es ist wirklich
schwierig, an allen Standorten wirtschaftlich eine schwarze Null zu
schreiben.» Kein Träger könne es sich erlauben, über Jahre hinweg
Defizite zu erwirtschaften.

In Wittstock/Dosse wirbt Müller für eine Art Poliklinik. Das dortige
Krankenhaus soll Anfang 2027 wegen Vorgaben der Krankenhausreform
schließen, obwohl es nach Angaben des Betreibers wirtschaftlich gut
läuft. Die Rettungswache soll nach bisherigen Plänen bleiben, die
Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen und Krankheiten des
Magen-Darm-Trakts soll in die Klinik Pritzwalk (Prignitz) verlagert
werden.

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