Zahl der Organspenden in NRW leicht gestiegen

In NRW haben 190 Menschen nach ihrem Tod im vergangenen Jahr Organe
gespendet, ein geringfügiger Anstieg. Es reicht deutschlandweit nicht
für alle Patienten auf den Wartelisten, sagt die Stiftung DSO.

Frankfurt/Main (dpa/lnw) - Die Zahl der Organspender hat in
Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr leicht zugenommen. Wie die
Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mitteilte, gab es im
bevölkerungsreichsten Bundesland 190 Spenderinnen und Spender. 2024
hatte die Stiftung 168 und 2023 166 spendende Personen gezählt.

Deutschlandweit spendeten 2025 laut DSO insgesamt 985 Menschen nach
ihrem Tod ein oder mehrere Organe. Das entspreche 11,8 Spenderinnen
und Spendern pro eine Million Einwohner. Trotz Anstiegs reiche die
Zahl der Spenderorgane weiterhin nicht aus, um bundesweit allen
Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation
zu ermöglichen. 

In NRW wurden im vergangenen Jahr 586 Organe postmortal gespendet -
etwas mehr als jeweils in den beiden Jahren zuvor (2024: 495 und
2023: 503). Insgesamt konnten 746 Organe transplantiert werden. 

Die DSO begrüßte, dass die Politik erneut über eine
Widerspruchslösung diskutiere. Sie würde bedeuten, dass jeder Bürger

grundsätzlich als Organspender gilt, solange er nicht aktiv
widersprochen hat. Aktuell gilt hingegen eine Zustimmungslösung.

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